Bereits 29 FSME-Fälle
Bereits 29 FSME-Fälle
Stuttgart (red) - Die FSME-Saison im Südwesten hat begonnen. Seit Jahresbeginn wurden laut Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart (RP) bereits 29 FSME-Erkrankungen an das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg übermittelt - hiervon allein 20 Fälle im Monat Mai.

In Baden-Württemberg sind unverändert alle Stadt- und Landkreise, außer dem Stadtkreis Heilbronn, FSME-Risikogebiete. "Einen wirksamen Schutz gegen FSME-Erkrankungen stellt die mehrfache Schutzimpfung gegen FSME dar. Die Impfung wird allen Personen empfohlen, die sich in den Risikogebieten in der Natur aufhalten und somit ein Risiko für Zeckenstiche haben", sagte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha. Hierbei sei zu beachten, dass in der Regel drei Impfungen notwendig seien, um den vollen Impfschutz zu erreichen, so Lucha.

Häufig passiert die Infektion im eigenen Garten oder bei Spaziergängen in der Natur, schreibt das RP in der Pressemitteilung. Die Zecke klettert beispielsweise auf einen Grashalm oder ein Gebüsch. Kommt ein Tier oder ein Mensch vorbei, wird sie bei Kontakt abgestreift und hält sich fest. Zecken fallen nicht von Bäumen und können nicht springen. "Zecken müssen schnell entfernt werden, um das Infektionsrisiko zu verringern", so Dr. Karlin Stark, Leiterin des Landesgesundheitsamts. "Wichtig ist, möglichst alle Teile der Zecke zu entfernen, um einer Entzündung vorzubeugen. Am besten greift man die Zecke mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentfernungsinstrument nahe der Hautoberfläche an ihren Mundwerkzeugen und zieht sie langsam und gerade aus der Haut. Die Zecke sollte nicht am vollgesogenen Körper gepackt und beim Entfernen nicht gedreht werden", betonte Dr. Stark.

Im vergangenen Jahr wurden mit insgesamt 272 FSME-Erkrankungen deutlich mehr Fälle registriert als in den Jahren zuvor.

Symbolfoto: Daniel Reinhardt/dpa

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz