Kommunen setzen auf Verbrauchskontrolle
Kommunen setzen auf Verbrauchskontrolle
Ötigheim (as) - Klimaschutz ist in aller Munde - und besonders sind da auch die Gemeinden gefordert, etwas zu tun. Einsparmaßnahmen beim Energieverbrauch stehen dabei ganz oben auf der Prioritätenliste.

Die elf in der Regio-Energie zusammengeschlossenen Kommunen im Landkreis Rastatt, zu denen auch Ötigheim gehört, planen nun, ein kommunales Energiemanagementsystem (KEM) zu erstellen. Darüber berichtete Kämmerer Sascha Maier, einer der Geschäftsführer von Regio-Energie, bei der Vorstellung des Energieberichts.

Das Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist, wird zu 50 Prozent mit 9.075 Euro vom Land bezuschusst. In Ötigheim wurde die Software bereits eingerichtet und die Verantwortlichen (Verwaltung, Hausmeister, Bauhof) geschult. Seit 1. Mai erfolgt nun eine monatliche Verbrauchsablesung, damit Abweichungen rechtzeitig erkannt und bei Bedarf gegengesteuert werden kann, erläuterte Maier in der Sitzung.

Auch Sparmaßnahmen werden dokumentiert

Mit Hilfe von zwei Tablets werden die Energieverbräuche direkt erfasst. Per Knopfdruck erhält der zuständige Sachbearbeiter dann einen Monatsbericht. Durchgeführte Energieeinsparmaßnahmen sowie Sanierungen an Gebäuden können gebäudebezogen in der Software protokolliert werden. Das Energiecontrolling der öffentlichen Liegenschaften der Gemeinde Ötigheim soll auf diese Weise verbessert werden. Dennoch werde man nicht umhinkommen, Jahr für Jahr weiter in Verbesserungen zu investieren, betonte Maier. Denn der Energiebericht zeigte auch auf, dass noch an einigen Liegenschaften Handlungsbedarf besteht.

Deutliche positive Auswirkungen belegte er am Beispiel Straßenbeleuchtung: Der Verbrauch hat sich durch die Umstellung auf LED seit 2014 bis zum vergangenen Jahr halbiert. Auch Fotovoltaikanlagen hätten deutliche Effekte. So werde 46 Prozent des für Pumpen zur Abwasserbeseitigung benötigten Stroms selber produziert, nannte der kommunale Energiemanager ein weiteres Beispiel und betonte: "Investitionen in neue Technik zahlen sich aus."

Symbolfoto: Frank Vetter/Archiv

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