Neue Kriterien für Auflösung kleiner Schulen
Neue Kriterien für Auflösung kleiner Schulen
Von BT-Korrespondentin B.J. Henkel-Waidhofer


Rastatt/Stuttgart - Landeskultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) plant eine Änderung des Schulgesetzes mit weitreichenden Auswirkungen auf viele Regionen im Land. Denn: Die Überlebensfähigkeit von Haupt- und Werkrealschulen soll sich künftig anhand der durchschnittlichen Schülerzahl in allen Klassenstufen entscheiden.

Die Entwicklung zeige, so die designierte Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl 2021, dass "fast die Hälfte der Absolventen erst später und nicht gleich zu Beginn von Klasse fünf in die Schulart kommt".

Hintergrund der Neuberechnung ist, möglichst viele der noch bestehenden Standorte zu erhalten, zumal ab dem kommenden Schuljahr zu erstem Mal wieder steigenden Anmeldezahlen zu verzeichnen sind.

Bislang öffnet sich der Korridor für ein sogenanntes Hinweisverfahren, wenn eine Schule in Klasse fünf weniger als 16 Anmeldungen hat. "Wenn man allerdings sieht, dass die Schülerzahlen über die Schuljahre hinweg eklatant zunehmen, wird dies der Schulart nicht gerecht", sagt Eisenmann. Deshalb soll die Zahl 16 künftig für den Durchschnitt aller Klassenstufen maßgeblich sein.

Im Staatlichen Schulamt Rastatt werden die Neuerungen geprüft, wie ein Sprecher sagt, wenn sie auf dem Tisch liegen. Zurzeit gebe es, angesichts der Anmeldezahlen für die zwei Standorte in Baden-Baden und die sechs in Rastatt "keine Notwendigkeit zu handeln".

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Samstagsausgabe des Badischen Tagblatts sowie ab Samstagmorgen, 4 Uhr, im E-Paper.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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