Erneut Schleierfahndung an der Grenze
Erneut Schleierfahndung an der Grenze
Iffezheim (red) - Bei einer erneuten Schleierfahndung am Grenzübergang Iffezheim haben deutsche und französische Polizeibeamte am Dienstag über 120 Personen und 75 Fahrzeuge kontrolliert. Rund ein Dutzend Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und Besitz von Betäubungsmitteln sowie ein Verstoß gegen das Waffengesetz standen am Ende in den Protokollen.

Besonders hervor stach ein 23-jähriger Ford-Fahrer, der bereits hinter dem Steuer sitzend deutliche Anzeichen hatte, dass er Drogen konsumiert hatte. Ein Urintest bestätigte den Verdacht. Als die anschließende Blutentnahme bevorstand, gab der junge Mann den Beamten deutlich zu verstehen, dass er diese nicht mitmachen werde. Laut Polizeibericht erhob er bedrohend seine Arme und schubste zudem einen Beamten. Als die Polizisten ihn schließlich zur Blutentnahme zwingen mussten, beleidigte er diese mit Kraftausdrücken.

Bei der Druchsuchung seines Fahrzeugs fanden die Ordnungshüter eine kleinere Menge Marihuana. Neben Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung muss sich der 23-Jährige auch mit Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Fahrens unter Drogeneinfluss auseinandersetzen.

Ziel der Schleierfahndung ist die Bekämpfung von Drogenhandel und Eigentumskriminalität sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Zahlreiche Beamte im Einsatz

Die Leitung der Großkontrolle hatten die Verkehrspolizeidirektion Baden-Baden und das Autobahnpolizeirevier Bühl inne. Unterstützung erhielten sie von ihren Sicherheitspartnern der Bundespolizei, der Polizeidirektion Landau, Polizeihundeführern des Polizeipräsidiums Offenburg und Kollegen der französischen Gendarmerie.

Bereits am Dienstag vergangener Woche hatten die Bundespolizeiinspektionen Offenburg und Weil am Rhein eine groß angelegte Schleierfahndung an den Grenzübergängen zu Frankreich durchgeführt.

Symbolfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

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