Ermittlungen eingestellt
Ermittlungen eingestellt
Heidelberg (lsw) - Drei Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) müssen nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen für einen von ihnen vorgenommenen Tierversuchs rechnen. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegen sie eingestellt.

Nach rund fünf Monaten der Prüfung habe sich der Verdacht nicht erhärtet, sagte ein Sprecher der Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft hatte geprüft, ob zwei Frauen und ein Mann bei einem Experiment mit Mäusen Straftaten begangen hatten.

Vorwurf der Tierquälerei nicht bestätigt

Die Leiterin des Versuchs am DKFZ wurde bezichtigt, keine Genehmigung gehabt zu haben. Sie habe Mäuse an Tumoren qualvoll eingehen lassen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hatte als Genehmigungsbehörde für Tierversuche besagte Ärztin sowie einen Mann und eine Frau, die am Experiment beteiligt waren, angezeigt. Gerade den Vorwurf der Tierquälerei bestätigte die Staatsanwaltschaft nicht. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass den Tieren stärkere Schmerzen, Leiden oder Schäden entstanden seien.

Wirksamkeit von Virentherapie getestet

Bei dem Versuch sollte die Wirksamkeit einer bestimmten Virentherapie für das besonders bösartige Ewing-Sarkom, an dem vor allem Kinder leiden, an Mäusen untersucht werden.

Symbolfoto: Friso Gentsch/dpa

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