Interesse trotz Drohungen hoch
Interesse trotz Drohungen hoch
Kehl (lsw) - Trotz der Drohungen und Beleidigungen gegen Kommunalpolitiker ist das Interesse am Amt des Bürgermeisters aus Sicht der Verwaltungshochschule Kehl im Südwesten ungebrochen.

"Ich höre zwar von vielen Bürgermeistern, dass sie Anfeindungen als ernst zu nehmendes Problem empfinden, das schlägt sich aber noch nicht abschreckend auf den Nachwuchs nieder", sagte Rektor Paul Witt der Deutschen Presse-Agentur.

In Ba-Wü droht kein Bürgermeistermangel

Seine Hochschule für öffentliche Verwaltung gilt als Schmiede für die Bürgermeister im Land. Anders als in Rheinland Pfalz drohten in Baden-Württemberg keine Personalengpässe in den Rathäusern.

Im Nachbarland erhalten die Vorsteher kleinerer Gemeinden laut Witt lediglich eine Aufwandsentschädigung. In Baden-Württemberg bekommen dagegen alle ein Gehalt und sind nach zwei Amtsperioden versorgungsberechtigt.

Zahl der Absolventen gleichbleibend

Die derzeit 1.400 Studenten, die in Kehl ihr Studium mit einem Bachelor in Public Management abschließen, können im letzten Semester einen Schwerpunkt auf Kommunalpolitik legen. Dort spielt das Thema Bürgermeisteramt eine große Rolle, wie Witt erläuterte: Die Zahl der Absolventen liege bei gleichbleibend etwa zwei Dutzend pro Jahrgang. Der Anteil derer, die sich eine Laufbahn als Schultes vorstellen können, werde eher größer als geringer.

Symbolfoto: Christoph Schmidt/dpa

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