Nationalpark zieht erste Bilanz
Nationalpark zieht erste Bilanz
Seebach (lsw) - Er ist eine Schutzzone für die Artenvielfalt und wurde einst gegen viele Widerstände eingerichtet: Am Montag zieht der Nationalpark Schwarzwald eine erste Zwischenbilanz.

Ab 10 Uhr wollen Fachleute bei Seebach (Ortenaukreis) auf einem Rundgang über ihre Arbeit und die Bedeutung des Ökosystems in dem Gebiet informieren. Dabei sollen auch Zahlen zu den bislang im Nationalpark dokumentierten Tier-, Pflanzen-, und Pilzarten vorgelegt werden.

Der erste Nationalpark Baden-Württembergs war Anfang 2014 an den Start gegangen und nach langen Auseinandersetzungen verwirklicht worden. Unter anderem hatten sich Waldbesitzer und die Holzwirtschaft gegen das Projekt gewehrt, weil sie etwa Einbußen bei ihren Geschäften und Schäden durch eine unkontrollierte Ausbreitung des Borkenkäfers befürchteten.

Der frühere Landesminister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde (Grüne), der sich seinerzeit für den Nationalpark hauptverantwortlich stark gemacht hatte, hält den Park heute für etabliert. "Der Park läuft, und viele Menschen sehen den Mehrwert, den er mit sich bringt. Insofern ist unser Plan voll aufgegangen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Das rund hundert Quadratkilometer große Gebiet ist auch bei Touristen als Ausflugsziel inzwischen sehr beliebt. 2018 sind nach Angaben einer Nationalpark-Sprecherin etwa 600.000 Menschen dort gewesen.

Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

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