Zwölf Millionen für regionale Projekte
Zwölf Millionen
Straßburg (red) - Die Europäische Union fördert 16 neue grenzüberschreitende Projekte im Oberrheingebiet mit insgesamt zwölf Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Darunter sind auch Projekte aus dem mittelbadischen Raum.

Die Entscheidung über die Bereitstellung der Mittel fiel einer Mitteilung der Région Grand Est zufolge am 25. Juni in der Sitzung des Begleitausschusses des europäischen Programms Interreg im französischen Volgelsheim.

Gefördert werden unter anderem Projekte aus dem Aufruf "Wissenschaftsoffensive", bei dem es sich um eine gemeinsame Initiative der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, der französischen Région Grand Est sowie des Programms Interreg Oberrhein handelt. Sie hat zum Ziel, die am Oberrhein ansässigen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen stärker zu vernetzen und den regionalen Wissens- und Technologietransfer zu fördern.

Ausgewählte Projekte überzeugten mehrfach

In seiner Sitzung hat der Begleitausschuss des Programms Interreg Oberrhein über die Bewilligung von insgesamt sieben aus 18 eingereichten Projektideen entschieden. Die ausgewählten Projekte konnten durch ihre herausragende wissenschaftliche Exzellenz, ihre starke Anwendungsorientierung und ihren besonderen Mehrwert für die Oberrheinregion überzeugen, heißt es in der Mitteilung. Die Summe der für die Wissenschaftsoffensive 2018 vergebenen EU-Mittel beträgt demnach rund 3,5 Millionen Euro.

Ausgewählt wurde unter anderem ein Projekt des KIT ("Knowledge Transfer Upper Rhine"; 1,68 Millionen Euro Förderung), dessen Ziel es ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Hochschulen, IHKs und Unternehmen im Bereich des Wissens- und Technologietransfers zu intensivieren und ein gemeinsames Netzwerk aufzubauen.

Pläne für Reaktivierung der Wintersdorfer Brücke gewürdigt

Außerdem wird ein Projekt der Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen-GmbH ("RPIS 4.0", 575 000 Euro) gefördert. Es dient der Vertiefung der Zusammenarbeit von neun Oberrheinhäfen, die ein zentrales Bindeglied im europäischen Verkehrsnetz darstellen: Basel, Weil am Rhein, Mulhouse, Colmar/ Neuf-Brisach, Straßburg, Kehl, Karlsruhe, Ludwigshafen und Mannheim.

Geld bekommt auch der Eurodistrikt Pamina (327 250 Euro), der ein multimodales Mobilitätskonzept erstellen und eine Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der stillgelegten Bahnverbindung Karlsruhe-Rastatt-Haguenau-Saarbrücken in Auftrag geben möchte.

Archivfoto: Steinacker/red

(Das Bild zeigt die Wintersdorfer Brücke)

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