Explosion beim Anlegen
Explosion beim Anlegen
Konstanz (lsw) - Der Bootstrip einer Familie endet mit einem Fiasko. Doch das Paar und die beiden Kinder können sich in letzter Sekunde retten.

Eine vierköpfige Familie ist bei einem Bootstrip auf dem Bodensee wohl knapp einem Unglück entkommen. Auf ihrer Jacht ereignete sich am Samstag beim Anlegen im Konstanzer Hafen eine Explosion. Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte der 50-jährige Vater Brandgeruch aus dem Motorraum wahrgenommen und alle zum sofortigen Verlassen des Bootes gedrängt. Das Ehepaar und die beiden Kinder retteten sich auf den Anlegesteg. Kurz darauf gab es eine Explosion auf der neun Meter langen Jacht, über der sich eine schwarze Rauchsäule bildete. Leicht verletzt wurde die 44-Jährige beim Besteigen des Stegs - alle anderen kamen glimpflich davon.

450 Liter Treibstoff an Bord

Dies hatten die Eltern mit ihren sieben und acht Jahre alten Kindern laut einem Polizeisprecher nur dem Umstand zu verdanken, dass die Explosion nicht auf dem See, sondern während des Anlegemanövers erfolgt sei. Sonst hätte die Besatzung sich ins Wasser retten müssen und wäre womöglich nicht gleich gefunden worden.

Die Feuerwehr löschte mit 28 Kräften das Feuer schnell vom Pier aus. Um das Boot wurden Öl-Sperren gezogen, ein Hubschrauber der Polizei machte Luftbilder, um eine eventuelle Verschmutzung des Bodensees frühzeitig erkennen zu können. Die Polizei sperrte zeitweise den Hafen und den Uferbereich zum Schutz vor dem giftigen Rauch.

An Bord waren noch rund 450 Liter Treibstoff, die nicht explodierten. "Sonst wäre es noch wesentlich schlimmer gewesen, Gott sein Dank, dass es nicht so gekommen", sagte der Polizeisprecher. Das Wrack wurde als Ganzes mit einem Kran aus dem Hafenbecken gehoben und von einem Tieflader abtransportiert. Die Jacht ist beschlagnahmt und wird näher untersucht. Vermutlich war ein technischer Defekt die Ursache der Explosion. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 70 000 Euro.

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