Randale im Freibad: Kehl bittet um Hilfe
Randale im Freibad: Kehl bittet um Hilfe
Kehl (lsw) - Nach Auseinandersetzungen in den beiden oftmals überfüllten Freibädern Kehls fordert die Stadt Hilfe von der deutschen und der französischen Polizei. "Wir können nicht unsere grenzüberschreitenden Projekte feiern, Probleme, die in unserem gemeinsamen Lebensraum entstehen, aber ignorieren", sagte am Montag der Kehler Rathauschef Toni Vetrano (CDU).

Ein Treffen mit Vertretern der französischen Polizeibehörde sei für den 10. Juli geplant. Auch an den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) und den Präsidenten der Eurométropole Straßburg, Robert Herrmann, habe sich die Stadt Kehl gewandt und hoffe nun auf Unterstützung.

Jüngst hatte es in den beiden Bädern Randale gegeben, die Freizeitanlagen mussten geschlossen werden. Für Ärger sorgte etwa, dass Badekleidung und -regeln von Besuchern nicht eingehalten werden. So hatten Bademeister und Polizei das Bad im Stadtteil Auenheim am Mittwoch geräumt. 40 bis 50 Jugendliche ignorierten Anweisungen des Personals, stürmten den Sprungturm und sprangen von allen Seiten ins Becken.

Es habe kein anderes Mittel gegeben, als das Freibad, in dem laut Polizei 3000 Besucher waren, zu räumen, sagte Vetrano. Er forderte am Montag einen deutsch-französisch besetzten Polizeiposten. Eine solche Unterstützung müsse möglich sein, sagte der Rathauschef.

Symbolfoto: Arnulf Stoffel/dpa

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