165 km/h in der Innenstadt: Mordanklage
165 km/h in der Innenstadt: Mordanklage
Stuttgart (lsw) - Knapp vier Monate nach dem tödlichen Sportwagenunfall in Stuttgart hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes gegen den Fahrer erhoben. Der 20-Jährige soll bei vollständig durchgedrücktem Gaspedal mit einer Geschwindigkeit von 160 bis 165 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein.

"Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wäre damit um das Dreifache überschritten worden", teilte ein Sprecher der Behörde am Mittwoch mit. Der Fahrer habe den Tod anderer Verkehrsteilnehmer zumindest billigend in Kauf genommen. Zuerst hatten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet.

Der junge Mann hatte Anfang März die Kontrolle über sein 550 PS-starkes Mietauto verloren, als er einem anderen Fahrzeug ausweichen wollte. Anschließend war er in einen Kleinwagen geprallt. Dessen 25-jähriger Fahrer und seine 22 Jahre alte Beifahrerin starben am Unfallort. Der Unfallfahrer hat laut Staatsanwaltschaft die höchstmögliche Geschwindigkeit des Sportwagens austesten wollen und dabei in Kauf genommen, dass es zu Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen könnte.

Der deutsche Staatsangehörige blieb bei dem Unfall unverletzt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Foto: Kohls/SDMG/dpa/Archiv

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