Kehl: Freibad-Zäune erhalten Stacheldraht
Kehl: Freibad-Zäune erhalten Stacheldraht
Kehl (lsw/red) - Nach Auseinandersetzungen in den beiden Freibädern in Kehl sollen neben Bademeister und Sicherheitsdienst auch Polizisten dort für Ruhe sorgen. Zudem werden die Zäune beider Bäder in den nächsten Tagen mit Stacheldraht erhöht. Das geht aus dem neuen Sicherheitskonzept hervor, mit dem Polizei und Stadt gegen die Störer vorgehen wollen.

Beamte würden sichtbar präsent sein, unter anderem an den Eingängen der Bäder, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch. Zudem werde geprüft, ob deutsche Polizisten dort gemeinsam mit Beamten aus Frankreich auf Streife gehen könnten. Hintergrund ist, dass viele Jugendliche aus Frankreich nach Kehl in die Bäder kommen. Gemeinsam mit französischen Beamten könne es besser gelingen, auf diese Jugendlichen einzuwirken.

Einzelne Maßnahmen

Laut der gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Kehl und des Polizeipräsidiums Offenburg sehen die Maßnahmen wie folgt aus:

  • Die Stadt Kehl hatte die Zahl der Security-Mitarbeiter im Kehler Freibad zunächst von vier auf acht verdoppelt und wird sie an den Wochenenden, also von Freitag bis einschließlich Sonntag auf zwölf erhöhen.
  • Im Auenheimer Bad sind täglich vier statt zwei Security-Kräfte präsent.
  • Zusätzlich werden jeweils zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) täglich für jeweils vier Stunden in beiden Bädern präsent sein.
  • Die Taschen der Badbesucherinnen und Besucher werden weiterhin kontrolliert.
  • Die Zäune beider Bäder werden in den nächsten Tagen mit Stacheldraht erhöht, um zu verhindern, dass sie überklettert werden, wenn die Freibäder geschlossen werden müssen, weil sie an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen sind.

Ministeriumssprecher: Wollen Familien bestmöglich schützen

"Die Sicherheit der Badegäste - vor allem der Familien mit Kindern, die an heißen Tagen einfach nur einen schönen Tag im Freibad verbringen wollen - sind bestmöglich zu schützen", sagte der Ministeriumssprecher. Diese Aufgabe versuche die Polizei gemeinsam mit der Stadt und Behörden im angrenzenden Elsass zu realisieren.

Hintergrund

Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano (CDU) hatte am Montag Innenminister Thomas Strobl (CDU) um Hilfe gebeten, nachdem es in den Bädern der Stadt mehrfach zu Problemen mit Jugendlichen gekommen war. Gemeinsam mit der Polizei und der zuständigen elsässischen Präfektur werde die Stadt nun ein Sicherheitskonzept erarbeiten, sagte Vetrano.

Symbolfoto: Jan Woitas/dpa/Archiv

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