Daimler senkt Erwartungen deutlich
Daimler senkt Erwartungen deutlich
Stuttgart (dpa) - Der Autobauer Daimler hat im zweiten Quartal einen Milliardenverlust im operativen Geschäft verbucht und schraubt seine Prognose für das gesamte Jahr nochmals deutlich zurück. Als Gründe für die erneute Senkung nannte der Konzern am Freitag unter anderem höhere Rückstellungen für die Dieselaffäre und den erweiterten Rückruf von Takata-Airbags.

Daimler hatte erst vor gut drei Wochen bekanntgegeben, dass das operative Ergebnis 2019 nicht wie ursprünglich geplant über dem von 2018, sondern etwa auf demselben Niveau liegen soll. Nun hieß es, es werde "deutlich unter dem Vorjahreswert" liegen. Für das zweite Quartal wurde ein operatives Ergebnis von minus 1,6 Milliarden Euro verbucht - mehr als vier Milliarden Euro weniger als im Vorjahr.

Im Juni weniger Fahrzeuge ausgeliefert

Von der Stammmarke Mercedes-Benz setzte der Dax-Konzern im Juni weltweit 196.230 Fahrzeuge und damit 3,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat ab, wie Daimler mitteilte. Seit Jahresbeginn hat Mercedes nun knapp 1,2 Millionen Autos ausgeliefert. Das sind 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im wichtigsten Einzelmarkt China stagnierten die Auslieferungen im Juni nahezu. In Europa und Deutschland stand ein deutliches Minus zu Buche, das in der Bundesrepublik mit 6,2 Prozent besonders stark ausfiel. Steil bergab ging es bei der Kleinwagenserie Smart, deren Verkäufe um fast ein Viertel einbrachen.

Erzrivale BMW verkauft mehr in China

Erzrivale BMW hatte seine Zahlen bereits am Mittwoch vorgelegt und im Gegensatz zu Daimler vor allem dank eines starken Absatzes in China im Juni mehr Fahrzeuge seiner Stammmarke verkauft. Die VW-Tochter Audi profitierte ebenfalls besonders von guten Verkaufszahlen in China.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

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