Pflanze des Monats Juli: Flutender Wasserhahnenfuß
Pflanze des Monats Juli: Flutender Wasserhahnenfuß
Rastatt (red) - Seine großen Blüten verwandeln die Murg bei Rastatt derzeit stellenweise wieder in ein weißes Blütenmeer. Die Rede ist von dem Flutenden Wasserhahnenfuß, den die Umweltstiftung Rastatt zur Pflanze des Monats Juli gekürt hat. Erkennbar ist die Pflanze an den langen flutenden Trieben, die eine Länge von bis zu sechs Metern erreichen können. Der Flutende Wasserhahnenfuß - botanisch Ranunculus fluitans - aus der Familie der Hahnenfußgewächse, hat im Sommer seine Hoch-Zeit.

Die Bestimmung der Pflanze kann selbst erfahrenen Botaniker Schwierigkeiten bereiten, heißt es in der Mitteilung der Stadt Rastatt. Denn der Flutende Wasserhahnenfuß gehört zu einer Gruppe sich sehr ähnelnder, weißblühender Hahnenfuß-Arten. Der lateinische Name Ranunculus ist die Verkleinerungsform des Wortes Rana und bedeutet Fröschchen. Den Namen trägt die ausdauernde, wintergrüne Wasserpflanze, weil sie sich - wie auch Frösche - bevorzugt an Flussufern und in Sumpfgebieten aufhält.

Pflanze kann sich im Notfall auch an Land entwickeln

Die Blätter sind den Gegebenheiten im Wasser angepasst und erscheinen als lange, dünne Fäden. Außerhalb des Wassers fallen sie in sich zusammen. Der Flutende Wasserhahnenfuß siedelt am liebsten in kühlen, fließenden, sauerstoffreichen Gewässern. Trocknet das Gewässer aus, kann der Flutende Wasserhahnenfuß sich auch an Land entwickeln. Wie alle Wasserhahnenfüße besitzt Ranunculus fluitans in seinem Stängel ein Durchlüftungsgewebe. Dadurch können die unter Wasser liegenden Organe auch mit Sauerstoff versorgt werden.

Blüten ragen massenhaft aus dem Wasser

Zur Hauptblütezeit des Flutenden Wasserhahnenfußes im Hochsommer ragen massenhaft bezaubernde weiß-gelbe Blüten aus dem Wasser. Diese sind etwa zwei Zentimeter groß und haben eine leuchtend dottergelbe Mitte. Wenn sie mit ihrem Stiel aus dem Wasser aufsteigen, scheinen sie förmlich im Wasser zu schweben. Bestäubt werden die Blüten unter anderem durch Schwebfliegen.

Zurzeit in der Murg bei Rastatt zu beobachten

Zurzeit kann man Ranunculus fluitans wieder in großen Beständen in der Murg bei Rastatt beobachten. Dort entwickelt er stattliche Pflanzenpolster und Pflanzeninseln. Dadurch entsteht im Gewässer eine variierende Strömungsrinne, von der wirbellose Tiere und Fische profitieren. Ökologisch wichtig ist die Pflanze als Sauerstofflieferant und als Laichpflanze.

Großes Verbreitungsgebiet

Der Flutende Wasserhahnenfuß hat ein großes Verbreitungsgebiet in Süd- und Mitteleuropa sowie Großbritannien. Auch in Deutschland ist er weit verbreitet. Wie alle Hahnenfuß-Arten ist auch der Flutende Hahnenfuß durch den Stoff Protoanemonin schwach giftig. Bei der Berührung kann es zu Hautreizungen kommen. Beim Trocknen wird jedoch das Protoanemonin in den ungiftigen Pflanzenstoff Anemonin umgewandelt, sodass getrocknete Pflanzen ihre Giftigkeit wieder verlieren.

Foto: Stadt Rastatt

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