Tipps für den Umgang mit Wespen
Tipps für den Umgang mit Wespen
Stuttgart (red) - In diesen Tagen stürzen sich die Arbeiterinnen der "Gemeinen Wespe" und der "Deutschen Wespe" vor allem auf Limonade, Eis und Kuchen. Bei vielen Menschen lösen die ungebetenen Gäste Angst aus. Dabei ist der schlechte Ruf der Wespen nicht gerechtfertigt, denn die eigentlich harmlosen und sehr nützlichen Insekten sind lediglich auf Nahrungssuche und stechen im Normalfall nur, wenn sie sich bedroht fühlen, teilt die Tierschutzorganisation Peta mit.

So lassen sich Wespen laut der Tierschutzorganisation etwa mit einem Schälchen überreifen Obsts fernhalten. Dieses sollte man in sicherer Entfernung aufstellen, um die Tiere abzulenken. Weintrauben eignen sich besonders gut.

Räucherstäbchen und Zitronen halten Wespen fern

Eine halbierte Zitrone mit Gewürznelken verbreitet einen für Wespen unangenehmen Duft. Auch Räucherstäbchen und Duftlampen eignen sich hierfür. Süßes Parfüm sollte hingegen vermieden werden: Wespen reagieren auch auf Duftstoffe in Kosmetika. Auch Fliegengitter an Fenstern und Türen helfen, die Tiere fernzuhalten.

Vom Einsatz der im Einzelhandel erhältlichen Wespenfallen rät Peta hingegen dringend ab. Wespen und andere Insekten würden dadurch einen langsamen und qualvollen Tod sterben. Wespen sind zudem streng geschützt: Die eigenmächtige Entfernung des Nestes zieht Strafen nach sich.

Wer auf eine Wespe trifft, sollte abrupte Bewegungen vermeiden und nicht nach dem Tier schlagen oder pusten. Aus Flaschen und Dosen sollte ausschließlich mit einem Strohhalm getrunken werden - so lässt sich das versehentliche Verschlucken einer Wespe vermeiden.

Wespenstiche im Normalfall ungefährlich

Im Normalfall ist ein Wespenstich ungefährlich für den Menschen, so Peta weiter. Für Allergiker kann er allerdings schlimme Folgen haben. Auch Stiche im Mundraum können gefährlich sein, wenn die Atemwege anschwellen. Wer gestochen wird, sollte gegebenenfalls einen Arzt hinzuziehen.

Wespen sind laut Pressemitteilung ein unerlässlicher Bestandteil eines intakten Ökosystems: Sie beschleunigen den Zersetzungsprozess alter Bäume. Zudem sorgen sie für eine natürliche Regulation von Zecken, Blattläusen, Fliegen und Mücken und halten auf diese Weise den Wald gesund. Genau wie Bienen sorgen Wespen zudem für die Bestäubung von Pflanzen.

Foto: Patrick Pleul/dpa

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