Rauentaler Kelter wird saniert
Ertüchtigte Kelter
Rastatt (ema) - Rastatts einzige in kommunalem Eigentum stehende Kelter steht vor einer umfassenden Modernisierung. Der Gemeinderat stimmte bei zwei Enthaltungen der vorgelegten Entwurfsplanung zu. Damit geht gegen Ende der Amtszeit von Rauentals Ortsvorsteher Bertold Föry ein Herzenswunsch im Dorf in Erfüllung.

Das Gebäude in der Wäschgasse stammt aus den 1930er Jahren. Mit der Anschaffung einer Kelterpresse Mitte der 50er Jahre wurde das ehemalige Feuerwehrgerätehaus als Kelter genutzt. Neben dieser saisonalen Verwertung des Obstes dient das Gebäude ganzjährig als Lager für die Rauentaler Vereine. Fassaden und Dach wurden in einer Holzkonstruktion auf einem Betonsockel errichtet; als Fußboden wurde eine Betonplatte eingebaut.

Außer Instandhaltungsmaßnahmen stand bislang keine größere Sanierung an. Folge: Die Holzfassade sowie die Ziegeleindeckung sind undicht. In Betonsockel und Bodenplatte haben sich Setzungsrisse aufgetan.

Nach der von Architekt Lars Neininger am Ratstisch präsentierten Planung umfasst die Sanierung folgende Maßnahmen: komplette Erneuerung der Außenhülle mit Dacheindeckung, Holzverschalung der Wände, Fenster und Tore; Ausbesserung der schadhaften Stellen im Betonboden und -sockel; Einbau eines Zwischenbodens im rückwärtigen Bereich zur Vergrößerung der Lagerfläche; Einbau einer neuen Kelterpresse.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 225 000 Euro. Die Ortschaft selbst steuert 100 000 Euro bei, die vor Jahren von der Stadt als Pauschale dem Dorf für Entwicklungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt wurden.

Der Ortsvorsteher zeigte sich am Ratstisch dankbar, dass die Kelter, ein Projekt aus dem Dorfentwicklungskonzept, nun ertüchtigt wird. Das Gebäude mit seinem Umfeld diene als kleiner Dorfplatz, wo etwa das Mostfest und das Narrenbaumstellen gefeiert würden.

Die Sanierung soll im Oktober nach Abschluss der Keltersaison starten.

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