Hauk fordert Notfallplan für Wald
Hauk fordert Notfallplan für Wald
Stuttgart (lsw) - Angesichts der zunehmenden Dürreschäden und des massiven Schädlingsbefalls fordert Forstminister Peter Hauk (CDU) Soforthilfen und ein länderübergreifendes Notfallprogramm des Bundes.

"Wir brauchen Hilfen im dreistelligen Millionenbereich, wir brauchen langfristige Planungen für neue Bäume und wir benötigen dringend einen Plan, wie wir das zerstörte und tote Holz aus den Wäldern bekommen", sagte Hauk am Mittwoch in Stuttgart. Dies sei vor allem wegen der enormen Masse befallener oder schon zerstörter Bäume eine Herausforderung. Auch die Sägewerke seien randvoll. "Deshalb kann nichts abfließen aus dem Wald, es muss also gelagert werden."

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte zuletzt angekündigt, ein 500 Millionen Euro schweres Programm zur Wiederaufforstung aufzulegen. Das Geld soll nach ihren Worten aus dem Klimafonds der Bundesregierung kommen, der in den vergangenen Jahren nie ausgeschöpft worden sei.

Zuschüsse für private Waldbesitzer geplant

Während die Kommunen die Kosten für die sogenannte Aufarbeitung - das Fällen, Lagern und Transportieren von Holz - zum Teil tragen könnten, seien die privaten Waldbesitzer stärker betroffen. Deshalb müsse man betroffenen Waldbesitzern sehr wahrscheinlich nicht nur in Baden-Württemberg, sondern länderübergreifend mit Zuschüssen unter die Arme greifen.

Für Anfang September kündigte der Minister einen baden-württembergischen "Waldgipfel" an, auf dem er mit den Verbänden über die Lage und die nächsten Entscheidungen beraten will.

Foto: Monika Skolimowska/dpa

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