Tests zu Motorradlärm
Tests zu Motorradlärm
Loffenau (uj) - Werden Lärmdisplays von Motorradfahrern überhaupt beachtet oder knattern sie mit ihren Maschinen einfach weiter? Diese Frage will der ADAC im September klären und plant deshalb verschiedene Tests. Auf Vorschlag von Peter Westermann, Leiter der Verkehrspolizei Baden-Baden, sollen solche Lärmdisplays unter anderem in oder bei Loffenau aufgestellt werden.

Als zweiten Standort in der Region hat er die B500 im Baden-Badener Stadtteil Geroldsau vorgeschlagen. Auch dort gibt es von den Anliegern verstärkt Klagen über Motorradlärm von Bikern, die in Richtung Schwarzwaldhochstraße unterwegs sind.

Loffenaus Bürgermeister Markus Burger ist natürlich erfreut über die Aktivitäten des ADAC. Das Dorf ist seit vielen Jahren lärmgeplagt. Im Ort hat sich schon vor Jahren ein Arbeitskreis gebildet, der den Lärm bekämpfen will. Unter dem Namen "Arbeitskreis zur Reduzierung des Motorradlärms" (AK ReMo) wurde bis zum Jahr 2016 über einen Zeitraum von fünf Jahren einiges erreicht und auf den Weg gebracht.

Im Juni dieses Jahres hatte der Gemeinderat die Verwaltung ermächtigt, Angebote für den Erwerb eines Lärmdisplays einzuholen. Als Obergrenze waren 15.000 Euro festgelegt worden. Darin enthalten wäre ein Landeszuschuss von 4000 Euro, sodass für die Kommune rund 11.000 Euro verbleiben würden. "Der Förderantrag ist von uns gestellt worden", berichtete Bürgermeister Markus Burger dem BT auf Anfrage. Er warte jetzt auf den Zuschussbescheid.

Eingeholt hat Burger auch Angebote. Es läuft auf ein Lärmdisplay heraus, wie es ein ähnliches im Gaggenauer Stadtteil Michelbach gibt. Die Kosten dafür würden sich auf 15.000 Euro belaufen. Außerdem ist der Bürgermeister darauf gespannt, was die Untersuchungen des ADAC in Loffenau ergeben. Mit den Messungen beauftragt worden ist vom Automobilclub nach Angaben von Peter Westermann ein privates Büro, das im September im Einsatz sein wird.

Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

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