Erste Züge sollen 2025 durch die Röhre rollen
Erste Züge sollen 2025 durch die Röhre rollen
Rastatt (fk/lsw) - Ehe die ersten Züge durch den Rastatter Tunnel der Deutschen Bahn rollen können, wird es noch sechs Jahre dauern. Denn bis die Röhre auf der Neubaustrecke der Rheintalbahn in Betrieb gehen kann, wird es 2025. Das gab der Konzern am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Zwar soll die havarierte Oströhre bereits 2024 fertig sein, aber ehe alle erforderlichen Restarbeiten erledigt sind, geht noch rund ein weiteres Jahr ins Land.

Bereits am Montag hatte die Bahn bekannt gegeben, dass die nach der Tunnelhavarie vor zwei Jahren unterbrochenen Arbeiten 2020 fortsetzen werden sollen. Zunächst sollen die noch fehlenden 200 Meter der nicht beschädigten Weströhre des Tunnels fertiggestellt werden, teilte das Unternehmen.

Damit an der schwer beschädigten Oströhre der Neubaustrecke weiter gearbeitet werden kann, sollen die beiden Gleise der bestehenden Bahnstrecke vorübergehend auf einer Länge von 700 Metern verlegt werden. Die Oströhre soll in offener Bauweise saniert werden.

Was damals passiert war:

Im August 2017 waren Wasser, Sand und Kies in den gerade fertigen Tunnelabschnitt unterhalb der bestehenden Bahntrasse gesickert. Die Schienen der Rheintalbahn sackten ab, die Strecke wurde sieben Wochen lang gesperrt. Um weitere Schäden zu verhindern, pumpten Arbeiter große Mengen Beton in den Tunnelabschnitt. Die Tunnelbohrmaschine wurde mit einbetoniert. Die Rheintalbahn ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im europäischen Streckennetz.

Ein ausführlicher Bericht über die Pressekonferenz von Mittwoch steht in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts.

Foto: Benedikt Spether/dpa

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