KIT-Professorin erhält Zuse-Medaille
KIT-Professorin erhält Zuse-Medaille
Karlsruhe (lsw/red) - Erstmals hat die Gesellschaft für Informatik (GI) eine Frau mit der Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet. Die höchste Auszeichnung der deutschsprachigen Informatik-Gemeinschaft geht an Dorothea Wagner, die als Professorin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet.

"Wir freuen uns, mit Dorothea Wagner eine überragende Wissenschaftlerin auszuzeichnen, deren Beiträge zur Informatikforschung zur Weltspitze gehören und sich heute in zahlreichen Anwendungen wiederfinden. Hierzu zählen beispielsweise die automatisierte Routenplanung oder die Optimierung von Energiesystemen. Diese wissenschaftliche Exzellenz geht Hand in Hand mit einem beispielhaften ehrenamtlichen Engagement für die Informatik und die Wissenschaft, das in zahlreichen Gremien innerhalb und außerhalb der GI höchste Anerkennung erfährt." Dies betonte der Präsident der Gesellschaft, Hannes Federrath, am Dienstag in Berlin.

Seit 2003 in Karlsruhe

Prof. Dr. Dorothea Wagner studierte Mathematik an der RWTH Aachen, wo sie 1986 auch promovierte. Nach ihrer Habilitation an der TU Berlin folgten Professuren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Konstanz. Seit 2003 ist Dorothea Wagner Professorin für Informatik am KIT in Karlsruhe.

Zahlreiche Auszeichnungen

Im Verlauf ihrer Karriere erhielt sie zahlreiche Ehrungen, darunter das GI-Fellowship (2008), den Google-Focused Research Award (2012) und die Werner Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt Stiftung (2018). Im Jahr 2016 wurde sie darüber hinaus in die acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften gewählt.

Die seit 1987 alle zwei Jahre vergebene Zuse-Medaille erinnert an den Pionier der Computertechnik Konrad Zuse.

Foto: Tanja Meißner/KIT

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