Bäder: Lage hat sich beruhigt
Bäder: Lage hat sich beruhigt
Kehl (lsw) - Nach Auseinandersetzungen in Freibädern zeigen die verschärften Sicherheitsmaßnahmen den Kommunen zufolge Wirkung. Das Einhalten der Badevorschriften werde nun gründlicher überwacht, sagte eine Sprecherin der Stadt Kehl im Ortenaukreis. Dort hatte es, wie auch andernorts im Südwesten, im Juni und Juli Schwierigkeiten mit Badegästen gegeben.

Mit mehr Personal und zusätzlichen Regeln sei Ruhe in die Bäder gebracht worden. Auch andere Städte zogen eine positive Zwischenbilanz. Größere Probleme gebe es nicht mehr.

Heilbronn setzt Sicherheitsfirma ein

In Heilbronn setzt die Stadt in einem der Freibäder neben dem Badepersonal nun auch Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma ein. Sie sollen nach Angaben der Stadtwerke vor allem auf den Liegewiesen für Ordnung sorgen. Die in Freibädern geltenden Regeln seien nicht allen Besuchern bekannt, heißt es bei den Bäderbetrieben Stuttgart. Es müsse darauf hingewiesen werden.

Entspannte Lage in Karlsruhe

In den vier Karlsruher Freibädern geht es auch an Tagen mit großem Besucherandrang friedlich zu. Das Turmbergbad besuchen hauptsächlich Familien, daher hat Betriebsleiter Jürgen Pawluk kaum Sorgen mit auffälligen Gästen. Manchmal müssten Jugendliche auf die Haus- und Badeordnung hingewiesen werden, etwa wenn sie vom Beckenrand springen. Wer Fehlverhalten nach zwei oder spätestens drei Ansagen nicht einstelle, müsse das Bad für den Tag verlassen. Mehr als mal mit der Polizei zu drohen, sei eigentlich nie nötig, sagt er.

Polizei wird in der Regel nicht benötigt

Im größten Karlsruher Freibad, dem Rheinstrandbad Rappenwört, drängen sich an heißen Sommertagen schon mal 12.000 Menschen. Dann setzte der Bäderbetreiber zusätzliches Sicherheitspersonal einer privaten Firma ein, sagt Pressesprecher Raphael Becker. Im Rheinstrandbad tummeln sich viele Jugendliche. "Na klar, gibt es das auch mal", sagt Becker zu Streit und anderem Ärger. "Es ist aber nicht so, dass man sagen müsste, wir hätten da ganz große Probleme." Das Personal sei entsprechend geschult. Polizei wird in der Regel nicht gebraucht.

In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Besucher in den Freibädern im Südwesten den Angaben zufolge zurückgegangen - vor allem wegen der fehlenden Hitze.

Foto: Patrick Seeger/dpa

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