Gelbe Tonne: Zu viele Fehlwürfe in der Stadt
Gelbe Tonne: Zu viele Fehlwürfe in der Stadt
Baden-Baden (red) - Der städtischen Umwelttechnik in Baden-Baden bereitet die gelbe Tonne zunehmend Sorgen. Der Grund: Immer mehr Menschen werfen Dinge dort oder in die gelben Säcke hinein, die da einfach nicht hineingehören wie beispielsweise Lebensmittel, Zigarettenkippen, Glas, Papier, Kleider, Schuhe, Windeln und vor allem stark verschmutztes Verpackungsmaterial. Das teilt die städtische Pressestelle mit.

Mehrfach im Monat nehmen demnach Mitarbeiter der Abfallberatung des Eigenbetriebs Umwelttechnik gelbe Tonnen, die zur Leerung bereitstehen, mit, um deren Inhalt zu kontrollieren. Die Ergebnisse sind oft ernüchternd: "Wir haben im Schnitt etwa 40 Prozent falsche oder stark verschmutzte Müllanteile in den gelben Tonnen. Das ist einfach viel zu viel", sagt Abfallberater Roland Graf.

Die Fehlwürfe werden je nach Material auf einzelne Haufen geworfen. Schön ist die Arbeit nicht, denn es "duftet" nach den Dingen, die den Müll verunreinigen. Dazu gehören vor allem nicht entleerte oder sogar noch komplett gefüllte Lebensmittelverpackungen wie Joghurtbecher, Ketchupdosen und Fischkonserven. Eigentlich sollten die Behälter löffelrein beziehungsweise gesäubert weggeworfen werden. Susanne Huber von der Abfallberatung weiß, dass die vollen Behältnisse oftmals aufplatzten und dann zudem den Müll darum herum verschmutzten. "Teilweise werde dieser dadurch wertlos und wandere in die Müllverbrennung, statt im Recyclingprozess noch wertvolle Dienste für die Umwelt zu leisten."

Sortieranleitung erklärt, welcher Müll in welche Tonne gehört

Jeder Haushalt bekommt zu Jahresende mit dem Abfallkalender eine Sortieranleitung. In ihr steht einfach erklärt, welcher Müll in welche Tonne gehört. Eigentlich ganz einfach: In die blaue Tonne sollen Papier und Pappe wandern, in die braune Biotonne organische Abfälle wie Lebensmittelreste oder Gartenschnitt. Und der Restmüll sollte in der schwarzen Tonne landen. Die gelbe Tonne ist ausschließlich für Verpackungsmüll vorgesehen. Die Sortieranleitungen gibt es in mehreren Sprachen.

Werden falsche Abfälle festgestellt, bleibt die Tonne stehen

Werden beim Abholen durch die Müllwerker offensichtlich falsche Abfälle in den gelben Tonnen festgestellt, bleiben diese stehen und erhalten einen Zettel mit Informationen. Dann hat der Haushalt die Möglichkeit, entweder bis zur nächsten Leerung die Sortierung zu korrigieren, oder man vereinbart mit der Umwelttechnik eine Sonderabfuhr, die allerdings Gebühren kostet: zwischen 16 und 120 Euro.

Im aktuellen Fall erhalten die Haushalte eine Nachricht, dass die gelben Tonnen stark mit Dingen verunreinigt waren, die dort nichts zu suchen hatten. Dies geschieht mit der Ankündigung, man werde eine graue Tonne zusätzlich aufstellen und das Volumen der gelben Tonne reduzieren. Das hat zusätzliche Kosten zur Folge.

Was gehört nun in die gelbe Tonne?

Was gehört nun in die gelbe Tonne? Das sind: Aludeckel und Alufolien, Aluschalen, geschäumte Verpackungen, Getränkedosen und -tüten, Joghurtbecher, Konservendosen, Kunststoff-Flaschen, Kunststoff-Folien, Margarinebecher, Metallverschlüsse, Milchtüten, Plastikbecher, Styropor und Vakuumverpackungen, leere Farbeimer, Kronkorken, Shampooflaschen und Tuben.

Offene Fragen zur Müllentsorgung beantwortet die Abfallberatung der städtischen Umwelttechnik, (0 72 21) 93 28 28. Die Dienstzeiten sind: Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, Montag bis Mittwoch von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17.30 Uhr.

Foto: Patrick Pleul/dpa/Archiv

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