Stiftskirche: Erzdiözese gibt Geld für Sanierung frei
Stiftskirche: Erzdiözese gibt Geld für Sanierung frei
Baden-Baden (red) - Auch die Erzdiözese sagt die Finanzierung für die Sanierung der Stiftskirche in Baden-Baden zu.

Anfang August hatten die Landtagsabgeordneten Tobias Wald (CDU) und Beate Böhlen (Grüne) vermeldet, dass das Land die Bauarbeiten aus Denkmalschutzmitteln mit mehr als 460.000 Euro fördere. In einer Mitteilung heißt es nun, dass die Erzdiözese Freiburg die Finanzierungsplanung freigegeben hat. Dies bedeute die Freigabe der Gelder in Höhe von 316.000 Euro.

Anfang 2020 soll die Sanierung der Kirche mit den Arbeiten am Turm beginnen. Dafür wird mit Gesamtkosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro gerechnet. "Der noch offene Betrag wird von der Gesamtkirchengemeinde Baden-Baden sowie über Rücklagen der Stiftskirchengemeinde, Darlehen und Spenden gedeckt werden", heißt es in der Mitteilung. Mit der Zusage der Finanzierung könne nun auch die exakte Ausführungsplanung inklusive der Leistungsverzeichnisse erstellt werden.

Lange Liste an Arbeitsaufgaben

Die Liste ist lang: Bis zu 20 Kubikmeter Stein müssen ausgetauscht, Risse verschlossen, der Naturstein gereinigt werden. Auch Petrus wird von seinem Sockel geholt werden müssen. Denn am sogenannten Kaiserstiel, an dem er befestigt ist, dringt Wasser ein. Zudem müssen der Glockenstuhl renoviert und die schadhaften Schallläden repariert werden.

Parallel werde die Planung der Sanierung des Kirchenschiffs, die nach Ostern 2020 starten soll, weiter vorangetrieben. Hier sei der Planungsaufwand ungleich größer - und die Anzahl der eingebundenen Institutionen deutlich höher als beim Turm, der zu 100 Prozent der Gemeinde gehöre. Hier gebe es auch weitere Finanzierungstöpfe wie Bundesmittel und Privatstiftungen, bei denen man Zuschüsse beantragen kann. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen der Kirchengemeinde mit Baukosten in Höhe von 6,9 Millionen Euro.

Foto: Willi Walter/Archiv

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