Südwesten bekommt meisten Regen ab
Südwesten bekommt meisten Regen ab
Offenbach/Stuttgart (lsw) - Baden-Württemberg hat in diesem Sommer bundesweit am meisten Regen abbekommen - blieb aber auch damit unter dem mehrjährigen Vergleichswert.

Mit durchschnittlich mehr als 250 Litern Regen je Quadratmeter kam der Südwesten auf die höchste Niederschlagsmenge aller Bundesländer, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Sommerbilanz am Freitag in Offenbach mitteilte. Nach dem Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990 wären für Baden-Württemberg 292 Liter pro Quadratmeter zu erwarten gewesen.

Temperatur ebenfalls deutlich höher

Bei der Temperatur hielt sich dieser Sommer im Land im Vergleich mit anderen Bundesländern etwas zurück: Mit 18,9 Grad war es im Durchschnitt allerdings auch hier deutlich wärmer als im mehrjährigen Mittel von 16,2 Grad. Dafür war die Sonne sehr präsent: Sie schien fast 800 Stunden (Vergleichswert: 636 Stunden) und damit länger als im Bundesmittel von 755 Stunden.

Drittwärmster Sommer seit Wetteraufzeichnung

Bundesweit fielen rund 175 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, dieser Wert liegt um 27 Prozent unter dem mehrjährigen Vergleichswert von 239 Litern pro Quadratmeter. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,2 Grad war der Sommer 2019 der drittwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Lediglich in den Jahren 2003 und 2018 war es in Deutschland mit 19,7 und 19,3 Grad noch wärmer.

Für Meteorologen dauert der Sommer abweichend vom kalendarischen Sommer aus statistischen Gründen vom 1. Juni bis zum 31. August. Die Daten für die letzten beiden Augusttage basieren auf Prognosen.

Montag wird Wetterumschwung erwartet

Sommerliebhaber sollten das Wochenende nochmals in vollen Zügen genießen: Sonnenschein und Hitze locken zum Badesee und ins Freibad. Von Montag an, einen Tag nach dem meteorologischem Herbstanfang, wird es im Südwesten dann deutlich kühler. Der Wetterdienst erwartete einen sonnigen Samstag mit Temperaturen zwischen 25 Grad bis 33 Grad. Mit Regen müsse man nicht rechnen. Im Verlauf des Sonntags steige dann die Gefahr von Schauern und möglicherweise auch Gewittern im ganzen Land. Die Temperaturen kletterten aber noch einmal auf 24 Grad bis 31 Grad.

Zum Montag gebe es dann einen Wetterumschwung: Meteorologen erwarten zwischen 15 und 22 Grad. Den Prognosen zufolge bleiben die Temperaturen dann auch die folgenden Tage unter der 25-Grad-Marke.

Foto: Patrick Seeger/dpa

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