Hans-Thoma-Schule erst zum Schuljahresbeginn 2021 fertig
Hans-Thoma-Schule erst zum Schuljahresbeginn 2021 fertig
Rastatt (dm) - Die Ferien neigen sich ihrem Ende entgegen, kommende Woche beginnt wieder der Schulunterricht. Ganz ruhig bleibt es unterdessen bis auf Weiteres an der künftigen Baustelle der neuen Hans-Thoma-Schule in Rastatt. In diesem Jahr wird dort kein Baugerät mehr vorfahren.

Nachdem der Gemeinderat wegen einer Kostenexplosion beschlossen hat, die Ausschreibung der Rohbauarbeiten aufzuheben und neue Angebote einzuholen, werden die Arbeiten nach aktuellem Zeitplan erst Ende Januar 2020 beginnen.

Der Neubau könnte nach jetzigem Stand samt Außenanlage im Juli 2021 fertig sein, so die Stadtverwaltung. Das heißt: Erst zu Beginn des übernächsten Schuljahrs, ab September 2021, könnte darin dann unterrichtet werden - mit einem Jahr Verzögerung. Ursprünglich hätte die im Sommer 2018 geschlossene und anschließend abgerissene Schule im Ötigheimer Weg zum Schuljahr 2020 ihren Betrieb im Neubau aufnehmen sollen.

Gemeinderat zieht die Bremse

Wie berichtet, hatte der Gemeinderat im vergangenen Mai auf Vorschlag der Verwaltung die Bremse gezogen, weil laut Ausschreibungsergebnis die günstigste Firma 4,3 Millionen Euro für die Rohbauarbeiten verlangte. Kalkuliert hatte die Verwaltung mit 2,3 Millionen. Die Gesamt-Kostenschätzung für den Neubau hatten zuletzt - nachdem auf Drängen des Gemeinderats das Volumen bereits abgespeckt worden war - bei rund 14 Millionen Euro gelegen. Das droht nun nicht mehr zu auszureichen.

Busverkehr für Schüler bleibt

Mit der Bauzeit verlängert sich derweil auch das Exil der Grundschule in Wintersdorf auf dann drei Jahre. Wie berichtet, werden die Hans-Thoma-Grundschüler seit vergangenem Schuljahr per Bus ins Ried zur früheren Haupt- und Werkrealschule befördert. Rund 200 Grundschüler gilt es, dorthin zu bringen und wieder abzuholen, die Kosten dafür werden auf rund 20 000 Euro im Monat beziffert.

An der Abwicklung der Fahrten soll sich nach Angaben der städtischen Pressestelle gegenüber dem zurückliegenden Schuljahr nichts ändern. "Wir können feststellen: Drei Jahrgänge sind das Busfahren nun gewohnt", heißt es in der Antwort auf eine BT-Nachfrage. "Es gab einige Kritikpunkte, die jedoch nach unserer Einschätzung nicht mehr aktuell sind. Und so sind wir zuversichtlich, dass sich auch die neuen Erstklässler recht schnell an den Bustransfer gewöhnen." Vorgesehen sind vier Fahrten am Tag (jeweils eine Fahrt zur ersten und zur zweiten Stunde, jeweils eine nach der fünften und der sechsten Stunde); pro Fahrt werden "durchschnittlich" zwei Gelenkbusse eingesetzt. Acht Busbegleiter seien regelmäßig im Einsatz.

Foto: Daniel Melcher

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