Betrüger am Telefon
Betrüger am Telefon
Baden-Baden (red/dpa) - Die Polizei warnt vor dreisten Betrügern, die sich überwiegend bei Senioren am Telefon als Polizisten ausgeben, um so an Geld zu kommen. Die Versuche liefen allerdings ins Leere. In Würzburg wurde ein falscher Polizist auf frischer Tat ertappt.

Die bislang noch unbekannten Betrüger waren in dieser Woche im Stadtkreis Baden-Baden, Landkreis Rastatt sowie im Ortenaukreis aktiv, teilte die Polizei am Freitag mit. Allerdings hatten sie dabei keinen Erfolg. Die Angerufenen hatten die zwielichtigen Absichten des Mannes am anderen Ende der Leitung durchschaut und die Polizei informiert. Der Betrüger hatte sich als Polizeibeamter ausgegeben. Mit Geschichten über angebliche Einbrüche in der Nachbarschaft versuchte er Verunsicherung zu schaffen und den Eindruck zu erwecken, dass Vermögenswerte der Angerufenen gefährdet seien. Zu einer Geldübergabe ist es nach derzeitigen Erkenntnissen aber noch nicht gekommen.

Festnahme in Würzburg

Ein aus dem Raum Tübingen stammender Betrüger, der eine ältere Frau um ihr Erspartes bringen wollte, ist in dieser Woche auf frischer Tat ertappt worden. Der 38-Jährige hatte die Seniorin mithilfe einer Komplizin mit dem Polizisten-Trick dazu bewogen, einen fünfstelligen Geldbetrag abzuheben und einem Abholer zu übergeben. Als die Frau ein zweites Mal einen größeren Geldbetrag abheben wollte, wurde eine Bankmitarbeiterin skeptisch und verständigte die Angehörigen der Frau. Diese verständigten die Polizei, die den Mann bei dem Versuch der zweiten Übergabe festnahm. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Keine Fragen beantworten

Die Polizei rät im Falle verdächtiger Anrufe zu folgendem Verhalten:

- Beantworten Sie am Telefon keine Fragen zu Ihren Vermögensverhältnissen. Die Polizei würde Sie am Telefon niemals über Ihre Vermögenswerte ausfragen oder gar Geld von Ihnen fordern.

- Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen umgehend die Polizei über die Rufnummer 110.

Symbolfoto: Martin Gerten/dpa/Archivbild

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz