"Sicherer Schulweg"
'Sicherer Schulweg'
Baden-Baden (red) - Das Ende der Sommerferien bringt mit dem Schulbeginn und vor allem den nun erfolgten Einschulungen der Erstklässler wieder zahllose Schüler auf die Straßen. Im Landkreis Rastatt und dem Stadtkreis Baden-Baden sind daher täglich Polizisten im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" unterwegs.

Die Polizeireviere und Verkehrspolizeidienststellen führen dabei in den ersten Schulwochen zu relevanten Zeiten verstärkte Kontrollen durch.

Im vergangenen Schuljahr waren durch die Polizei 68 Schulwegunfälle zu verzeichnen, was einen Rückgang von 15 Unfällen zum Vorjahr bedeutet. Während bei den Unfällen 65 Schüler leicht verletzt wurden, kam es in sechs Fällen zu schweren Verletzungen. Ein 13-jähriger Radfahrer verlor bei einem Unfall sein Leben.

Bei durch Schüler selbst verursachten Unfällen war ein Anstieg von 48 auf 64 Prozent zu erkennen. Beteiligt waren dabei Fußgänger (28 Prozent), Radfahrer (65 Prozent) und Autofahrer (66 Prozent). Die überwiegende Zahl der Unfälle ereignete sich dabei morgens vor Schulbeginn, bilanziert die Polizei.

Beim Vergleich der Stadt- und Landkreise fällt auf, dass die Zahlen in Rastatt bei 15 Unfällen mit den Vorjahreszahlen konstant blieben. Im Ortenaukreis war ein Rückgang von 62 auf 50 Unfälle zu beziffern. Lediglich im Stadtkreis Baden-Baden ist ein Anstieg - auf niedrigstem Niveau - von null auf drei Unfälle zu verzeichnen.

Innerhalb der Städte der Polizeidirektion Offenburg, die auch für Mittelbaden zuständig ist, lassen sich keine Stellen ausmachen, an denen permanent Unfälle passieren. Die Stadt Offenburg verzeichnete mit elf die meisten Unfälle. Auf den folgenden Plätzen rangierten Rastatt (7), Lahr (6), Achern und Kehl ( je 5).

Zu den Maßnahmen der Polizeikontrollen im Rahmen der Aktion "Sicherer Schulweg" gehören in den nächsten Tagen unter anderem:

Überwachung der Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht.

Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere an Stellen mit erhöhten Unfallgefahren für Kinder und Jugendliche und im Bereich der Schulwege.

Kontrolle des Verhaltens von Kraftfahrzeugführern gegenüber öffentlichen Verkehrsmitteln und Schulbussen sowie an Bushaltestellen, Fußgängerfurten und -überwegen.

Ahndung von Verstößen gegen Park- oder Haltverbote sowie die Nutzung von Mobiltelefonen im Umfeld von Schulen, Kindergärten oder geschützten Überwegen.

Überprüfung der technischen Sicherheit der von Schülern genutzten Verkehrsmittel im Straßenverkehr, insbesondere der Fahrräder.

Überwachung des Verhaltens von Schülern auf den Schul- und Radschulwegen.

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