Hochrangiger Preis für Ehrenbürger Axel Ullrich
Hochrangiger Preis für Ehrenbürger Axel Ullrich
Rastatt (red) - Der Rastatter Ehrenbürger Axel Ullrich ist mit zwei weiteren amerikanischen Wissenschaftlern mit dem Lasker~DeBakey Clinical Medical Research Award ausgezeichnet worden. Dabei handelt es sich nach Angaben der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) um die höchste biomedizinische Auszeichnung der USA.

Auf die Ehrung in der Fachwelt hat jetzt der Rastatter Ehrenbürger Gunter Kaufmann aufmerksam gemacht, der 1964 mit Ullrich das Abitur am LWG ablegte. Mit dem Preis gewürdigt wird die Erfindung von Herceptin, dem ersten monoklonalen Antikörper, der ein krebserzeugendes Protein blockiert, sowie die Entwicklung einer lebensrettenden Therapie für Frauen mit Brustkrebs.

Der Preis ist mit 250.000 Dollar dotiert und wird am 20. September in New York verliehen. Die Behandlung mit Herceptin gehöre zu den ersten zielgerichteten Therapien, die das Wachstum von Krebszellen blockieren, so die MPG.

Der 75-jährige Ullrich, im Jahr 2001 zum Rastatter Ehrenbürger ernannt, studierte Biochemie in Tübingen und ging 1975 als Postdoktorand an die University of California San Francisco, USA.

1979 entschied er sich für die anwendungsorientierte Forschung und wechselte zur ersten Biotechnologiefirma der Welt, Genentech in San Francisco. Dort baute er das Forschungsprogramm zur molekularen Biologie von Wachstumsfaktoren und ihren Rezeptoren auf, den entscheidenden Bauteilen für die Kommunikation in der Zelle.

Von 1988 bis Oktober 2016 war Ullrich Direktor und Leiter der Forschungsabteilung "Molekularbiologie" am Max-Planck-Institut für Biochemie. Seit November 2016 ist er emeritiertes wissenschaftliches Mitglied am Institut.

Der aus Rastatt stammende Wissenschaftler wird seit Jahren auch als Kandidat für die Verleihung des Nobelpreises gehandelt.

Archivfoto: red/Holbein

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