Sirenen heulen in Grenznähe
Sirenen heulen in Grenznähe
Lauterbourg/Au am Rhein (red) - Die französischen Behörden führen am Donnerstag, 20. September, eine Katastrophenschutzübung am Industriestandort Lauterbourg (Frankreich) in Grenznähe durch.

Ziel ist die Überprüfung der Alarm- und Einsatzpläne der dortigen Behörden und die Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und den eingebundenen Chemiebetrieben vor Ort, wie es in einer Mitteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe (RP) heißt.

Die Übung beginnt morgens um etwa 8.30 Uhr und wird bis nachmittags andauern.Im Zuge der Übung werden auch die Sirenen getestet. Aufgrund der Grenznähe wird das wohl auch auf der deutschen Seite zu hören sein.

Vertreter des Regierungspräsidiums und des Landratsamts Rastatt werden im Rahmen der deutsch-französischen Zusammenarbeit vor Ort sein. Deutsche Vertreter sind auf Basis der Vereinbarung zum Austausch von Verbindungspersonen im französischen Stab vertreten.

Seit 1999 besteht die grenzüberschreitende Arbeitsgruppe Katastrophenhilfe der trinationalen Oberrheinkonferenz, in der das Regierungspräsidium Karlsruhe vertreten ist. Aufgabe der Arbeitsgruppe ist es, den Informationsaustausch zu fördern und grenzüberschreitende Hilfseinsätze zu erleichtern sowie Vorschläge zur Verbesserung der Zusammenarbeit zu erarbeiten und Übungen zur grenzüberschreitenden Hilfeleistung durchzuführen.

2014 wurde dafür neben anderen bilateralen Hilfeleistungsvereinbarungen die Vereinbarung über den Austausch von Verbindungspersonen zwischen dem RP Karlsruhe und der Präfektur in Straßburg geschlossen, um das gegenseitige Informationsbedürfnis im Falle von Katastrophen oder schweren Unglückssituationen in Grenznähe befriedigen zu können.

Symbolfoto: red/av

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