Klinikum Mittelbaden strukturiert um
Klinikum Mittelbaden strukturiert um
Baden-Baden (red) - Das Klinikum Mittelbaden verändert sein Angebot. Unter anderem soll das akutmedizinische Angebot künftig in Balg, Rastatt und Bühl konzentriert werden.

Grund für die Umstellungen sind laut einer Pressemitteilung vom Dienstag die landes- und bundespolitischen Entwicklungen im Gesundheitswesen und die personelle und wirtschaftliche Entwicklung an einigen Standorten des Unternehmens.

So soll das akutmedizinische Angebot schrittweise auf die drei Klinikstandorte Balg, Rastatt und Bühl konzentriert werden. Dies hat der Aufsichtsrat der Klinikum Mittelbaden gGmbH laut der Mitteilung den Gesellschaftern des Unternehmens zur Entscheidung vorgelegt.

Die Schmerztherapie zieht von Ebersteinburg nach Bühl um. Die durchschnittlich 15 stationären Schmerzpatienten sowie die Schmerzambulanz werden am Bühler Standort integriert. Die Schmerztherapie stellt in Bühl eine sinnvolle medizinische Ergänzung zum dort bereits bestehenden Leistungsangebot der Neurochirurgie, Handchirurgie und Altersmedizin dar, wie das Klinikum ausführt.

Das palliativmedizinische Angebot in Ebersteinburg wird mit dem gleichgelagerten Angebot im Palliativcentrum in der Hub zusammengeführt. Als Folgenutzung in Ebersteinburg wird das bestehende Hospizangebot erweitert und um weitere pflegerische Angebote ergänzt.

In Forbach wird Pflegebereich ausgebaut

Das bisher in Forbach und in Bühl vorhandene altersmedizinische Angebot könnte nach den Angaben in der zweiten Jahreshälfte des nächsten Jahres am Bühler Klinikstandort konzentriert werden. Im Forbacher Klinikgebäude stehen dann der Bevölkerung weiterhin eine niedergelassene Allgemeinmedizinerin, Sprechstundenangebote von Chefärzten aus dem Klinikum und operative augenärztliche Leistungen durch eine Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Augenärzte zur Verfügung.

Sozialstation soll Leistungen übernehmen

Als Folgenutzung der bisherigen Bettenstation wird eine Ausweitung des bereits bestehenden Kurzzeitpflegeangebotes um eine vollstationäre Pflege auf eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit überprüft. Daneben ist bereits mit dem Umbau der bisherigen Küche in eine Tagespflegeeinrichtung begonnen worden. Die zukünftig circa 14 Plätze umfassende Einrichtung wird von der Sozialstation Forbach-Weisenbach betrieben. Die Kooperation mit der DRK-Rettungswache soll laut dem Klinikum optimiert und in das Hauptgebäude verlagert. Der bisherige Forbacher Klinikstandort könnte durch diese Maßnahmen in ein wohnortnahes medizinisches und pflegerisches Versorgungsangebot überführt und langfristig als Gesundheits- und Pflegezentrum gesichert werden, heißt es weiter.

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Symbolfoto: red/Archiv

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