Lars Klingbeil über Klima, Rente und das SPD-Chefduo
Lars Klingbeil über Klima, Rente und das SPD-Chefduo
Ettlingen (tt) - Lars Klingbeil ist seit Dezember 2017 Generalsekretär der SPD, und dem Bundestag gehört er schon seit zehn Jahren an. Ein alter Hase in der Berliner Politik und zugleich mit seinen 41 Jahren einer der jüngeren in der ersten Reihe.

Klingbeil, der dem konservativen Seeheimer Kreis der SPD angehört, ist verantwortlich für die Organisation der Vorsitzenden-Suche seiner Partei. So kommt es, dass er die meisten der bislang 16 Regionalkonferenzen, auf denen die Kandidaten sich der Basis stellen, miterlebt hat. Am Rande der jüngsten Konferenz in Ettlingen sprach Klingbeil mit BT-Redakteur Thomas Trittmann.

BT: "Herr Klingbeil, können Sie die Menschen verstehen, die draußen gegen das Klimapaket demonstrieren?"

Lars Klingbeil: "Ich verstehe jeden, der für mehr Umwelt- und Klimaschutz auf die Straße geht. Ich habe gerade mit Vertretern von Fridays for Future geredet, und es war ein sehr konstruktives Gespräch. Klar ist: Die jungen Leute wollen mehr, als wir erreicht haben. Ich habe aber auch meine Sichtweise beschrieben und erklärt, dass ich zufrieden damit bin, dass wir erstmals eine verbindliche gesetzliche Regelung hinbekommen haben, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Die Ziele werden ab sofort jährlich überprüft, einzelne Ministerien müssen verpflichtend nachsteuern, wenn sie vom richtigen Weg abkommen, CO2 bekommt einen Preis, wir bauen die erneuerbaren Energien aus und auch der Kohleausstieg ist jetzt verbindlich geregelt. Es ist das, was unter dieser politischen Konstellation möglich war. Aber der Druck auf der Straße hat geholfen - sonst hätten wir manches vielleicht nicht erreicht."

Ob es das ist, was möglich war, oder etwas, was Lars Klingbeil auch tatsächlich zufriedenstellt, steht im kompletten Interview mit BT-Redakteur Thomas Trittmann. Darin geht es auch um die Rentenpolitik und die Frage, warum Klingbeil nicht SPD-Chef werden will.

Das komplette Interview steht in der Donnerstagsausgabe des Badischen Tagblatts.

Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

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