Appell: Daimler soll Naturschutzkonzept vollenden
Appell: Daimler soll Naturschutzkonzept vollenden
Rastatt (ema/red) - Trotz des von Daimler angekündigten Investitionsstopps im Süden und Südosten des Rastatter Benz-Werks drängt der Landesnaturschutzverband (LNV) darauf, das für die Werkserweiterung angepeilte Naturschutzkonzept zu Ende zu bringen.

"Das kann nicht für den Papierkorb gewesen sein", betont LNV-Sprecher Gunter Kaufmann, der an den Verhandlungen teilgenommen hat. Das Konzept sei etwa zur Hälfte fertiggestellt, so Kaufmann. Basis eines künftigen von der Umweltstiftung Rastatt umzusetzenden Maßnahmenbündels ist eine Grundlagenvereinbarung, auf die sich Stadt, Land, Daimler und Naturschutzverbände verständigt haben. Werkleiter Thomas Geier erklärte am Dienstag, man werde die Vereinbarung zwar unterzeichnen, aber erst mit Finanzmitteln eingreifen, wenn tatsächlich die Erweiterungspläne wieder aufgenommen werden.

Der Rastatter SPD-Landtagsabgeordnete Jonas Weber lenkt in einer Pressemitteilung den Blick auf die Verkehrssituation. Die Umsetzung des B 3-Lückenschlusses bei Kuppenheim und die Münchfeld-Querspange dürften sich durch die Reduzierung der Ausbaupläne von Daimler nicht weiter verzögern. Beide Maßnahmen waren gerade vor dem Hintergrund der Benz-Werk-Erweiterung von den Behörden zuletzt forciert worden.

Die CDU-Fraktion im Rastatter Gemeinderat will nicht, dass Themen wie Querspange und Ausbau der Kreuzungen Kehler Straße und Oberwaldstraße jetzt nachrangig werden. Maßnahmen zur Verkehrsentlastung seien unabhängig von den auf Eis gelegten Daimler-Erweiterungsplänen zügig umzusetzen, schreiben die Christdemokraten in einer Pressemitteilung. Die Stadt Rastatt solle weiter an den Voraussetzungen zur Flächenschaffung im Südosten arbeiten, um für die Zukunft gerüstet zu sein, wenn sich die wirtschaftliche Situation ändert und eine Erweiterung doch noch ansteht, so die CDU-Fraktion.

Foto: Mauderer/Archiv

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