Landgericht: Teilerfolg für den KSC
Landgericht: Teilerfolg für den KSC
Karlsruhe (lsw/red) - Im Streit um den Neubau des Wildparkstadions hat der Karlsruher SC in drei von vier Punkten Recht bekommen. Nach dem neu aufgeflammten Zwist mit der Stadt Karlsruhe urteilte das Landgericht am Freitag unter anderem, dass der Fußball-Zweitligist einen Einblick in den Bauvertrag mit dem Totalunternehmer erhalten muss. "Das Gericht hat festgestellt, dass der KSC einen umfassenden Informationsanspruch hat", sagte der zufriedene KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Der KSC hatte moniert, dass er ohne Kenntnis über die Leistungspflichten des Totalunternehmers dessen Angebote über sogenannte Zusatzleistungen nicht seriös prüfen könne. Dabei geht es um bauliche Sonderwünsche des KSC.

Der Stadt wurde untersagt, im Zuge des Abschlusses solcher Sonderleistungen Bedingungen an den KSC zu stellen. Der KSC bezahle diese Leistungen ja auch, sagte Wellenreuther.

KSC unterliegt in Sachen VIP-Bereich

Zudem darf die Stadt laut Richterin Karin Mauch keine Planung von Kiosken im Umlaufbereich des Stadions durchsetzen, die der des KSC widerspricht. Der KSC-Antrag auf Beseitigung von tragenden Säulen im VIP-Bereich ging dagegen nicht durch. Auch einen Planungs- und Baustopp lehnte das Gericht ab.

Wellenreuther zog dennoch ein positives Fazit des Urteils. "Wir sind in der Summe sehr zufrieden", sagte er. "Aber wir bedauern es zutiefst, dass es überhaupt notwendig wurde, vor Gericht zu gehen."

Baustopp vom Tisch

Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) bewertete das Urteil aus Sicht der Stadt überwiegend positiv. Entscheidend sei, dass es keinen Baustopp geben werde, der Mehrkosten bedeuten würde, sagte er am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Der KSC müsse erkennen, dass gerichtliche Auseinandersetzungen nicht zum Ziel führten. Mentrup mahnte deshalb intensive Gespräche beider Parteien an.

Foto: Markus Gilliar/GES

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