Vier Fragen an: Laura Rolli
Vier Fragen an: Laura Rolli
Karlsruhe (red) - Laura Rolli ist 19 Jahre alt, als sie während eines Familienausflugs Fußballgolf für sich entdeckt. Drei Jahre später ist sie zweifache Deutsche Meisterin und Vize-Weltmeisterin im Footgolf. Beide Sportarten sind ihre Leidenschaft geworden. Mit BT-Volontärin Sarah Gallenberger spricht Laura Rolli, die eigentlich aus der Leichtathletik kommt, darüber, weshalb sie nach so kurzer Zeit so erfolgreich geworden ist.

BT: Frau Rolli, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Fußballgolf und Footgolf? Gibt es da überhaupt einen?

Laura Rolli: Auf jeden Fall. Fußballgolf vergleiche ich immer mit Minigolf. Das sind eher kürzere Bahnen mit vielen Hindernissen, zum Beispiel Traktorreifen - oder man muss irgendwo drumherum spielen. Footgolf ist eher so wie normales Golf. Da spielen wir auch auf richtigen Golfplätzen und es gibt nur natürliche Hindernisse wie zum Beispiel einen Bunker oder einen See. Außerdem sind die Bahnen deutlich länger.

BT: Was ist anstrengender?

Rolli: Footgolf. Man muss weiter schießen, da ist bisschen mehr Kraft notwendig.

BT: Wenn man an Fußball denkt, denkt man: Männersport. Wie ist das beim Footgolf? Spielen das viele Frauen?

Rolli: Weil Fußball ein sehr dominanter Sport ist, spricht Footgolf natürlich sehr viele Männer an. Viele Spieler waren früher aktive Fußballspieler und sind auf Footgolf umgestiegen. Wir haben auch viele Ex-Profifußballer dabei.

BT: Sie sind erst seit 2015 in dem Sport aktiv - bereits drei Jahre später sind Sie Vize-Weltmeisterin geworden. Wie geht das? Fangen erfolgreiche Sportler nicht normalerweise bereits im frühen Kindesalter mit ihrer Sportart an?

Rolli: Ich denke, sowohl Fußball- als auch Footballgolf sind Sportarten, die auf eine höhere Altersklasse ausgelegt sind. Aber es stimmt, ich selbst habe erst mit 19 Jahren, also im Jahr 2015, das erste Mal Fußballgolf ausprobiert. Im Jahr 2016 habe ich dann mit Turnieren angefangen, seit 2018 fokussiere ich mich aber mehr auf Footgolf. Fußball habe ich nie gespielt, außer im Schulsport. Und eigentlich komme ich aus der Leichtathletik, was mir im Turnier sehr viel auf mentaler Ebene hilft: Wenn früher eine Disziplin nicht so gut war, konnte ich nicht einfach aufhören - ich musste die anderen Disziplinen weitermachen. Im Footgolf ist es auch so: Wenn ich mal eine Bahn schlecht spiele, blende ich das aus und mache trotzdem weiter. Viele bekommen da Probleme und regen sich noch ewig lang über diese eine Bahn auf.

Vier Fragen an:

"Vier Fragen an:" ist eine Reihe der BT-Onlineredaktion. Die vier Fragen richten sich an Menschen, die gerade im Fokus stehen, etwas Interessantes erlebt oder zu erzählen haben oder aufgrund ihrer Tätigkeit interessant sind. Die Beiträge der Reihe werden sonntags um 8 Uhr auf der Homepage des Badischen Tagblatts veröffentlicht.

Foto: privat

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