Wetterschäden: Dienstag erneut stürmisch
Starker Wind verursacht Schäden
Karlsruhe (red/dpa) - Aufgrund teils starker Windböen durch Tief "Mortimer" ist es in der Nacht zum Montag im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe zu einigen Vorfällen gekommen. Und die Zeichen stehen noch nicht auf Entspannung. So dürften am Dienstag von Nordwesten her dichte Wolken aufziehen und vormittags für schauerartigen Regen sorgen. Das teilten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag in Stuttgart mit. Außerdem drohen vereinzelt Gewitter nach kurzen sonnigen Abschnitten.

Laut dem DWD bewegen sich die Temperaturen am Dienstag zwischen 16 Grad und 23 Grad. Laut DWD dürfte ein schwacher bis mäßiger Südwestwind wehen, der in manchen Gebieten, etwa im Bergland, stürmische Böen oder sogar schwere Sturmböen mit sich bringt. Auf Schwarzwaldgipfeln sogar Sturmböen oder schwere Sturmböen.

Die Nacht zum Mittwoch dürfte demnach stark bewölkt sein. Gebietsweise fällt teils schauerartiger Regen. Die Temperaturen sinken auf 14 Grad bis 9 Grad. Im Bergland und in Gewitternähe wehen stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest. Vor allem im Schwarzwaldgipfeln dürfte es nach DWD-Angaben wieder stürmisch werden.

Sturmschäden in der Nacht zum Montag

Im Bereich Pforzheim und Karlsruhe verzeichneten die Einsatzkräfte am Montag insgesamt 42 witterungsbedingte Vorfälle. Hauptsächlich handelte es sich dabei um umgestürzte Bäume und herabfallend Äste. Fünf Autos wurde dabei beschädigt, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Insgesamt entstand ein Sachschaden von circa 15.000 Euro.

Zudem beschäftigten die Polizei Vorkommnisse auf Baustellen, wie umgestürzte Toilettenhäuschen, Bauzäune und Beschilderungen. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei nicht verletzt.

Stadtbahnverkehr ebenfalls beeinträchtigt

Auch der Stadtbahnverkehr in der Region wurde beeinträchtigt. Insbesondere entlang der Linien S31, S32, S71 und S81 hat das Sturmtief Schäden an den Oberleitungen verursacht, teilte die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) am Montag mit. Auch umgeknickte Bäume blockieren weiterhin den Schienenverkehr. Deshalb komme es auf diesen Linien im Laufe des heutigen Tages zu Einschränkungen und Zugausfällen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten dauern weiter an.

Die Bahnstrecke zwischen Ubstadt, Menzingen und Odenheim ist derzeit für den Stadtbahnverkehr gesperrt. Für die Fahrgäste auf den Linien S31 und S32 wurde ein Bus-Notverkehr zwischen Bruchsal Bahnhof und Menzingen/Odenheim eingerichtet. Bei diesem Schienenersatzverkehr kann es allerdings aufgrund der begrenzten Anzahl an zur Verfügung stehenden Bussen zu Kapazitätsengpässen kommen.

Bundesweit eher geringfügiger Schaden

Bundesweit betrachtet richtete das Tief nur geringfügigen Schaden an. Die Lagezentren der Polizei in allen 16 Bundesländern berichteten in der Nacht hauptsächlich von umgekippten Bäumen und abgebrochenen Ästen. Größere Schäden blieben vorerst aus. Meldungen von Verletzten gab es den Angaben zufolge am frühen Morgen auch hier keine. Allerdings fuhren wegen eines umgestürzten Baums auf den Gleisen bei Backnang (Rems-Murr-Kreis) Züge am Montagmorgen zwischen Winnenden und Backnang nur eingeschränkt. Laut einem Sprecher der Bahn war ein Gleis am Morgen wieder frei, S-Bahnen der Linie S3 fuhren dennoch zunächst nur zwischen Stuttgart und Winnenden. Für Pendler wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet. Regionalzüge fuhren die Strecke am Morgen nur in eine Richtung - Bahnen nach Stuttgart fuhren über eine Umleitung. Wann auch das zweite Gleis wieder befahrbar sein wird, war zunächst unklar.

Symbolfoto: Nord-West-Media/dpa

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