Radweg nach Förch: Baubeginn 2020
Radweg nach Förch: Baubeginn 2020
Kuppenheim (red) - Die Entwurfsplanung für einen Radweg von Kuppenheim nach Förch ist fertiggestellt. Da nun alle Genehmigungen vorliegen, kann der Bau des Radwegs 2020 beginnen.

Das teilte Landrat Toni Huber dem Kuppenheimer Bürgermeister Karsten Mußler mit. Schon im Dezember werde der Umbau des unfallträchtigen Knotenpunkts zu einem Kreisverkehr mit Radweglückenschluss zwischen der L 67 und Förch abgeschlossen sein. Auch der Ausbau zwischen Kuppenheim und der L 67 mit Rad- und Wirtschaftsweg und die Ampeln sollen zum Jahresende fertig sein, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamts.

Sonic-Gelände: Kreis sieht sich im Recht

Hinsichtlich der Umsetzung des B-3-Lückenschlusses bei Kuppenheim und der Münchfeld-Querspange gehen Huber und Mußler davon aus, dass die Verschiebung der Ausbaupläne von Daimler in Rastatt die Planungen nicht verzögert. Positiv vermerkt wurde in diesem Kontext von beiden Seiten, dass Daimler beim Presswerk in Kuppenheim einen Gleisanschluss realisieren möchte, der logistisch ein weiterer wichtiger Baustein für eine Verkehrsentlastung wäre.

Noch nicht ausgestanden ist das Verfahren um den Bau einer Lager- und Behandlungsanlage für Aluminium- und Stahlbleche auf dem ehemaligen Sonic-Gelände. Der Landrat betonte, dass die im April vergangenen Jahres erteilte immissionsschutzrechtliche Genehmigung aus Sicht des Landratsamts rechtmäßig erteilt wurde. Das geplante Vorhaben der MVG sei wegen Gebietsverträglichkeit in dem Gewerbegebiet bauplanungsrechtlich zulässig. Das Landratsamt hat laut Huber einen Antrag beim Verwaltungsgericht Karlsruhe gestellt, eine dort aufgetretene Klage einer Privatperson abzuweisen.

In Bezug auf die PFC-Problematik teilte Huber mit, dass 24 Ackerflächen untersucht wurden. Im Ortschaftsbereich von Kuppenheim gab es keine Belastungen: Gärten könnten bewässert und Eigenversorgungsanlagen mit Wasser genutzt werden.

Mußler berichtete über die Arbeit des seit Mai tätigen Streuobstmanagers, der im Bauhof seinen Arbeitsplatz hat und eng mit den Naturschutzbehörden zusammenarbeite. "Im Landkreis ist die als Stiftung geführte Streuobstinitiative Kuppenheim einzigartig", betonte Mußler, der Vorsitzender der Stiftung ist. Sie diene nicht nur dem Zweck, die durch den Bau des Presswerkes benötigten Flächen zu kompensieren. Die Initiative habe sich die Bestandspflege und Förderung des Streuobstbestands zur Pflicht gemacht.

Symbolfoto: Peter Kneffel/dpa

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