Messe Karlsruhe: Kurstadt will aussteigen
Messe Karlsruhe:
Baden-Baden (hol) - Die Kurstadt soll aus der Neuen Messe Karlsruhe GmbH & Co KG ausscheiden. Das plant jedenfalls die Stadtverwaltung, und am kommenden Montag, 7. Oktober, wird sich der Gemeinderat mit dem Thema beschäftigen.

Die Beteiligung an der Karlsruher Messegesellschaft sei im Jahr 2000 in haushaltswirtschaftlich angespannten Zeiten beschlossen worden, heißt es in den Sitzungsunterlagen. Dadurch sei die Verbundenheit der Region zum Ausdruck gebracht worden. Die Stadt hatte damals zwei Millionen Mark in das Vermögen der Messe eingebracht - das entspricht etwa 1,02 Millionen Euro.

Doch die Messe Karlsruhe hat in den vergangenen Jahren ständig Verluste gemacht. Der Restbuchwert, der der Kurstadt nach Ausstieg aus der Messegesellschaft gezahlt wird, beläuft sich deshalb auf nur noch knapp 617.000 Euro. Eventuell fallen darauf auch noch Steuern von 36.300 Euro an, wie es in den Unterlagen heißt.

Veränderung im Zuge einer Neuausrichtung

Im Zuge einer Neuausrichtung der Gesellschaft ist geplant, dass nicht nur die Kurstadt aussteigt, sondern auch andere kleinere Gesellschafter: die Stadt Landau, die Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße, IHK, Handwerkskammer und Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Diese halten zusammen 1,59 Prozent der Anteile. Baden-Baden ist laut den Unterlagen mit einem Anteil von 1,23 Prozent der größte dieser kleineren Gesellschafter. Im Zuge einer Umstrukturierung sollen künftig nur noch der Landkreis und die Stadt Karlsruhe als Gesellschafter fungieren.

Hintergrund des geplanten Ausstiegs ist die Tatsache, dass für den Weiterbetrieb der Messe umfangreiche Gebäudesanierungen nötig sind , für die die Gesellschafter Kredite aufnehmen müssen.

Foto: red/Archiv

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