Alohra: Bald kürzere Öffnungszeiten?
Alohra: Bald kürzere Öffnungszeiten?
Rastatt (dm) - Die Stadtverwaltung Rastatt plant, ab Januar die Öffnungszeiten des Hallenbads Alohra zu kürzen. Zugleich soll eine übertarifliche Arbeitsmarktzulage für Bäder-Fachkräfte eingeführt werden. Als Hintergrund beider Maßnahmen werden Personalengpässe angeführt. Zum einen gelte es, die Aufsichtspflicht für den Badebetrieb sicher zu stellen, zum anderen, bei der Personalakquise auf einem umkämpften Markt attraktiver zu werden.

Mit diesen Vorschlägen geht die Verwaltung am Montag in die erste Sitzung des neuen Technischen Ausschusses (Beginn: 17.30 Uhr).

"Anhaltende jahrelange Personalengpässe nehmen in der Bäderwelt in Deutschland dramatisch zu", sehen die Verwaltung und ihr Bäder-Eigenbetrieb eine allgemeine Situation in Rastatt widergespiegelt. Die Akquise neuen Fachpersonals werde immer schwieriger. Für Interessenten spiele dabei auch die wöchentliche Öffnungsdauer der Bäder eine wesentliche Rolle. Dies habe man bei Vorstellungsgesprächen immer wieder erfahren - mit der Folge, dass sich zum Teil Bewerber deshalb gegen Rastatt entschieden hätten.

Alohra bislang überdurchschnittlich lange geöffnet

Das Alohra liege mit 85,5 Stunden Öffnungszeit pro Woche an der Spitze der Region, habe gegenüber der Mehrzahl der Bäder keinen Ruhetag und als einziges an vier Tagen für Frühschwimmer geöffnet.

Das soll nun anders werden. Geplant ist, das Alohra künftig montags für die Öffentlichkeit zu schließen (Schul- und Vereinsbetrieb bleiben) und die Öffnungszeiten dienstags auf 8 bis 19 Uhr (bisher ab 6.30 Uhr), donnerstags auf 8 bis 20 Uhr (bisher 6.30 bis 21 Uhr) sowie samstags, sonn- und feiertags auf 10 bis 18.30 Uhr (bisher 8 bis 20 Uhr) zu verkürzen. Mittwochs und freitags würde wie bisher von 6.30 bis 21 Uhr offen bleiben.

Kostenersparnis soll teilweise in Gehälter fließen

Insgesamt kommt man damit auf noch 70 Stunden Öffnungszeit, laut städtischem Vergleich hätten im Umkreis nur das Fächerbad Karlsruhe und das Murganabad Gaggenau länger offen. Der Montag soll im Alohra zur Wartung genutzt werden. Die jährliche Kosteneinsparung (bis zu 120. 000 Euro) soll zum Teil in eine bessere Vergütung von Fachpersonal fließen (zunächst etwa 39 000 Euro). Umliegende Bäder zahlen jetzt schon mehr, sodass Stellenausschreibungen mehrfach erfolglos geblieben seien, heißt es. Zudem gelte es, Personal auch zu halten.

Foto: Oliver Hurst/Archiv

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