Stadt setzt Lärmaktionsplan um
Stadt setzt Lärmaktionsplan um
Rastatt (red) - Weniger Lärm, weniger Belastung für die Bürger, verspricht die Stadt Rastatt in einer Pressemitteilung: Mit dem Ende 2017 vom Gemeinderat beschlossenen Lärmaktionsplan will die Verwaltung deutliche Lärmminderungen für Anwohner viel befahrener Straßen erreichen. In einer konzertierten Aktion mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises will sie in den kommenden Wochen die Geschwindigkeit auf verschiedenen Straßen im Stadtgebiet reduzieren.

Runter vom Gas, heißt es deshalb seit dieser Woche in Niederbühl. Als erste Straße im Rahmen des Lärmaktionsplans wurde die Murgtalstraße zwischen Hans-Thoma-Straße und Am Bach auf Tempo 30 reduziert. Weitere Geschwindigkeitsreduzierungen auf Tempo 30 werden in den kommenden Wochen zudem umgesetzt in der Lützowerstraße zwischen Ludwigstraße und Kehler Straße, in der Kehler Straße zwischen Lützowerstraße und Ritterstraße, in der Kapellenstraße zwischen Murgstraße und Schloss-Galerie sowie in der Bahnhofstraße zwischen Schloss-Galerie und Steinmetzstraße beim Bahnhof.

Nachts heißt es ab jetzt "Runter vom Gas!"

Nachts zwischen 22 und 6 Uhr müssen Autofahrer zukünftig das Tempo von bislang 50 auf 30 Stundenkilometer drosseln auf der L 75 zwischen Badener Straße und Hauptzollamt sowie in Ottersdorf in der Wilhelmstraße zwischen dem Ortseingang bei der Kindertagesstätte und der Friedrichstraße in Höhe der Ortsverwaltung. Sobald der städtische Bauhof die Schilder aufgestellt hat, gilt darüber hinaus nächtliches Tempo 50 statt bisher 70 in der Karlsruher Straße zwischen Richard-Wagner-Ring und Biblisweg und in Rheinau-Nord auf der L 77a zwischen Murgbrücke und Amand-Goegg-Straße.

Lärmaktionsplan legt rechtliche Grundlage für Temporeduzierung

Mit dem Lärmaktionsplan der Stadt, der 2016/17 vom Ingenieurbüro Modus Consult erstellt wurde, konnte die rechtliche Grundlage für die Anordnung von Temporeduzierung auf insgesamt neun Straßenabschnitten geschaffen werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen waren jedoch weitere Prüfungen notwendig. Untersucht wurde etwa, ob durch die Temporeduzierung Ausweichstrecken entstehen könnten und ob es zu Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) kommen könnte.

Derzeit wird die Lärmaktionsplanung durch Modus Consult überarbeitet. Die Stadt Rastatt ist der Pressemitteilung zufolge weiterhin dran, durch gezielte Maßnahmen die Lärmbelastung entlang viel befahrener Straßen zu reduzieren.

Der aktuelle Lärmaktionsplan ist im Internet abrufbar.

www.rastatt.de

Foto: Stadt Rastatt

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