Achtung, Wildwechsel!
Achtung, Wildwechsel!
Karlsruhe (red) - Im Herbst häufen sich laut Mitteilung der Polizei Unfälle mit Wildtieren. Ein besonders großes Unfallrisiko bestehe auf Landstraßen und insbesondere in Übergangsbereichen zwischen Wald- und Feldzonen sowie bei Nebel, Schnee und Regen.

Zu beachten sei außerdem, dass Tiere selten alleine unterwegs sind. Die Polizei empfiehlt, zu bremsen, ohne sich und den nachfolgenden Verkehr zu gefährden sowie zu hupen und zusätzlich bei Nacht das Fernlicht abzublenden, um den Tieren den Fluchtweg sichtbar zu machen. Angepasste Geschwindigkeit in waldreichen Gebieten reduziere das Risiko von Wildunfällen außerdem, so die Polizei weiter.

Lenkrad festhalten und nicht ausweichen

Für den Fall, dass ein Zusammenstoß unvermeidbar ist, sollte das Lenkrad festgehalten und keine unkontrollierten Ausweichmanöver riskiert werden. Der Frontalzusammenstoß mit Wild sei für die Insassen ungefährlicher als ein Abkommen von der Fahrbahn oder ein möglicher Unfall mit dem Gegenverkehr.

Nach einem Wildunfall sollte man sofort anhalten und die Warnblinkanlage einschalten sowie die Unfallstelle ausreichend absichern (Warndreieck aufstellen). Niemals sollte man dem flüchtenden Wild folgen oder es berühren, da ein hohes Verletzungs- und Infektionsrisiko bestehe, heißt es außerdem.

Auf keinen Fall das Tier mitnehmen

Anschließend schnellstmöglich die Polizei unter der Rufnummer 110 verständigen, auch wenn kein Schaden entstanden ist. Das Tier darf auf keinen Fall eingeladen und mit nach Hause genommen werden, da es im Eigentum des zuständigen Jagdpächters steht.

Symbolfoto: Woitas/dpa

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