Hundsbach: Telekom schaltet analoge Anschlüsse ab
Hundsbach: Telekom schaltet bis Dezember analoge Anschlüsse ab
Forbach (rag) - Die Telekom wird bis Dezember 2019 in Hundsbach die analogen Anschlüsse abschalten und die Verträge kündigen. Die Kunden müssen mit der Telekom einen neuen Vertrag für die IP-Technologie per Internet abschließen, allerdings ist der Ort auf diese noch nicht vorbereitet. Die IP-Umstellung läuft bei vielen Bürgern nicht reibungslos, die Beschwerden über die Technik und die Verträge häufen sich. Nun fand ein Bürgerdialog mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Telekom statt.

Jürgen Lück erläuterte ausführlich die laufende Umstellung des Unternehmens. Das Problem im Forbacher Teilort sind die langen Kupferleitungen zu den Anschlüssen. Die IP-Umstellung, so betonte Lück, sei kein Breitbandausbau.

Notfalls biete sich eine Satelliten-Verbindung an

Von 150 Anschlüssen werde es bei rund 30 Anschlüssen voraussichtlich zu Problemen kommen. Der Prozess, so Lück, ist noch nicht abgeschlossen, Klarheit über die Versorgung gebe es erst nach Abschluss der Arbeiten. Bei besonders hartnäckigen Fällen biete sich eine Verbindung über Satellit oder eine Mobilfunkversorgung an.

Um die Funklöcher im Ort zu schließen, komme ein LTE-Ausbau oder eine Mobilfunkantenne an geeignetem Standort in Frage. Das könne, wenn es gut laufe, in zwölf Monaten oder bei Problemen erst in 36 Monaten realisiert werden.

Kündigungszeiten sind unterschiedlich

Nach seinem Vortrag stellte sich der Telekommitarbeiter den zahlreichen Fragen der Anwesenden. Bürgermeisterin Katrin Buhrke wollte wissen, wie es nach dem 2. Dezember weitergehe und wie die unterschiedlichen Kündigungszeitpunkte so hinzubekommen seien, dass die Kunden nicht die Sorge haben müssten, ohne Telefonverbindung dazustehen. Sollte das vorgekommen sein, so sei das inzwischen wieder behoben, erläuterte Lück. Dass es unterschiedliche Kündigungszeiten gebe, liege an dem unterschiedlichen Fortschreiten der Arbeiten.

Backboneausbau soll bis 2021 dauern

Der Backboneausbau des Landkreises wird bis 2021 dauern, berichtete Mario Mohr, der für den Breitbandausbau des Landkreises Rastatt zuständige Dezernent im Landratsamt Rastatt.

Besonders die verschiedenen Lösungsvorschläge nerven die Ratssucher. "Bei zehn Anrufen bei der Telekom bekomme ich zehn verschiedene Lösungen angeboten", war zu hören. Lück bot an, in Einzelgesprächen nach speziellen Lösungen zu suchen.

Foto: Christin Klose/dpa

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