37.000 neue Blumen für Rastatt
37.000 neue Blumen für Rastatt
Rastatt (red) - Nach den vergangenen warmen Tagen stellt sich nun auch die Stadtgärtnerei Rastatt auf die kühlere Jahreszeit ein: Im ganzen Stadtgebiet wird die Sommerbepflanzung gegen einen winterlichen Flor eingetauscht. Über 37.000 Blumen pflanzen die städtischen Mitarbeiter in den kommenden Tagen ein, teilt die Pressestelle der Stadt Rastatt mit. Darunter Stiefmütterchen, Gänseblümchen, Goldlack, Silberblatt und Vergissmeinnicht. Vereinzelt werden noch Tulpenzwiebeln in die Beete gesteckt. Gezüchtet wurden die Pflanzen nahezu allesamt in der Stadtgärtnerei.

Alte Pflanzen raus, neue rein und fertig ist das Beet? Nein, ganz so einfach geht es dann doch nicht, verrät Detlev Brünig, Stadtgärtner und Leiter des Kundenbereichs Grünflächen. Zuerst müssen die Mitarbeiter den Sommerflor entfernen, dann lockern sie das Beet tiefgründig mit einer Fräse, wobei gleichzeitig Hornspäne in den Boden eingearbeitet werden. Hornspäne sind organisch und belasten dadurch nicht das Grundwasser und die Umwelt. Nach dem Fräsen wird das Beet geharkt, geglättet und zudem wird nochmals feiner organisch-mineralischer Dünger mit ausgebracht. "Der Dünger leistet dem Winterflor quasi eine Starthilfe, sodass die Pflanzen sich noch vor dem Wintereinbruch gut verwurzeln und anwachsen können", erklärt Brünig.

Zwei verschiedene Gestaltungsvarianten

Die Stadtgärtner setzen beim Winterflor auf zwei verschiedene Gestaltungen. Während im Schnapspark und im ehemaligen Schwertbrunnen die Blumen ganz klar strukturiert mit verschiedenen Formen und Farben angeordnet sind, setzt man an der Pagodenburg und an der Badener Brücke auf eine Streublumenbepflanzung oder auch Millefleurs (Tausend Blüten) genannt. Dabei werden viele kleine Blüten, die eine harmonische Gesamtheit ergeben, über die Flächen verteilt. "Die Streublumen ergänzen sich gut mit den Stauden, die auch über die Wintermonate im Beet an der Pagodenburg bleiben", sagt Alexandra Würz, Leiterin der Anzuchtsgärtnerei. Die Winterflorbepflanzung bleibt nun etwa bis Mitte Mai im Stadtgebiet. Und für den Fall, dass eine Pflanze die niedrigen Temperaturen doch nicht verträgt und eingeht, werden in der Anzuchtsgärtnerei bereits jetzt schon Ersatzpflanzen gezogen.

Foto: Stadt Rastatt

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