Forbach: War es der Wolf?
Forbach: War es der Wolf?
Forbach (mm) - Vier tote Schafe waren es auf der Weide von Sven Strobel in Langenbrand, ein trächtiges Schaf und eine Ziege in Gausbach. Als Täter ist "der Wolf ist nicht auszuschließen", sagt Martin Hauser, der Wildtierbeauftragte des Landkreises Rastatt.





Deutlicher wird da schon Christian Striebich: "Der Wolf war da", ist sich der Gausbacher Landschaftspfleger sicher. Am Samstagmorgen wurden auf seiner Weide ein totes Schaf und eine schwer verletzte Ziege gefunden, die getötet werden musste (Foto: dpa).

Die Tiere wurden bei der Vorbereitung der Drückjagd gefunden, berichtet Striebich. Er habe den Wildtierbeauftragten Hauser informiert, dieser dann die Mitarbeiter der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg. Diese kamen und nahmen DNA-Proben, die Tiere wurde n zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt nach Freiburg (CVUA) zu weiteren Untersuchungen gebracht, berichtet Hauser.

"Es war nur

eine Frage der Zeit"

Problematisch für die Tierhalter ist die Landschaft im Murgtal, um die Weiden wolfssicher zu machen. Die sei sehr schwierig wegen Trockenmauern, Bachläufen und steilem Gelände, so Striebich.

Auch Hauser ist sich der Problematik des Themas bewusst, er spricht von einem "gigantischen Aufwand", die Weiden im Murgtal wolfssicher zu machen. Alleine könne er die Zäune nicht umbauen, macht Striebich deutlich, "wir brauchen Unterstützung". Die Weidetierhaltung wegen der Wolfsgefahr aufzugeben, daran denke er derzeit noch nicht. Ob es der im Nordschwarzwald lebende Wolf GW 852 m war, müssen die Untersuchungen ergeben. "Es war eine Frage der Zeit, bis der erste Wolfsangriff kommt", resümiert Striebich.

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