Protestaktion am Augustaplatz
Protestaktion am Augustaplatz
Baden-Baden (marv) - "Unser Haus steht in Flammen", dieser Satz der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg inspirierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace dazu, am heutigen Dienstag auf dem Baden-Badener Augustaplatz eine Aktion zu starten.

Von Weitem waren dichte Rauchschwaden und künstlich erzeugte Flammen zu sehen. Laut den Aktivsten ist die etwa drei- auf sechs Meter hohe Holzhütte in Backsteinhaus-Optik im Vorfeld präpariert worden. Die Holzlatten des offenen Dachstuhls wurden verkohlt. Eine Nebelmaschine sorgte für den Rauch, "das kontrollierte Abbrennen von Bio-Treibstoff" für die Flammen, so der Greenpeace-Aktivist Adam Pawloff.

Aktion mit Stadt, Feuerwehr und Polizei abgeklärt

Die bei der Stadt angemeldete Aktion hat laut Pawloff um 7 Uhr morgens begonnen und soll noch bis Dienstagabend um 19 Uhr Abend andauern. "Ziel ist es", so Pawloff, "in Dialog mit den internationalen Rückversicherern", die aktuell in Baden-Baden tagen, "zu treten".

Der Klimaschützer ergänzte: "Wir haben auch schon einige interessante Gespräche geführt". Die Branche versichere laut Greenpeace Kohlekraftwerke, "dagegen wollen wir protestieren. Wir fordern, dass keine neuen Kohlekraftwerke versichert werden", sagte Pawloff gegenüber dem BT.

Extra aus Wien angereist

Pawloff, bei Greenpeace International für Zentral- und Mitteleuropa zuständig, ist für die Aktion extra aus Wien angereist. Die 14 anderen Aktivistinnen und Aktivisten sind laut dem Greenpeace-Vertreter aus Deutschland. Die Aktivisten haben die Aktion auch live ins Internet gestreamt.

Polizei begleitet Aktion

Die Polizei war vor Ort und hat die angemeldete Aktion begleitet. Das Polizeipräsidium Offenburg erklärte auf BT-Nachfrage: "Wir haben Kollegen vor Ort und aus unserer Sicht gibt es nichts zu beanstanden".

Foto: Nico Fricke

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