Kollegah-Konzert wird abgesagt
Kollegah-Konzert wird abgesagt
Rastatt (red) - Das für den 9. November in der Badner Halle geplante Konzert des Rappers Kollegah wird abgesagt. Das beschloss der Rastatter Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung am Donnerstag, 24. Oktober, laut Pressemitteilung der Stadt mit großer Mehrheit. Der Gemeinderat machte zudem deutlich, dass ein Kollegah-Konzert nicht nur am 9. November, sondern auch an einem anderen Tag in Rastatt nicht erwünscht sei.

Der Rat folgte damit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung und ermächtigte den zuständigen Eigenbetrieb Kultur- und Veranstaltungen mit der Kündigung des Mietvertrages für die Badner Halle - auch wenn dies Folgekosten verursachen würde.

Pütsch stellt klar, warum Konzert rufschädigend für Stadt sei

Eingangs der Sitzung hatte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch nochmals klargestellt, warum aus seiner Sicht ein Konzert des höchst umstrittenen Rappers ausgerechnet am Gedenktag an die Reichspogromnacht für Rastatt nicht hinnehmbar und rufschädigend für die Stadt sei.

Angesichts der antisemitischen, gewaltverherrlichenden und frauenverachtenden Texte des Künstlers und der Skandale, die er durch seine Auftritte hervorgerufen hatte, könne Rastatt besonders an diesem sensiblen Tag nicht Veranstaltungsort eines solchen Konzertes werden. "Wir alle sind gefordert, hier ein klares Zeichen zu setzen. Denn als aufrechte Demokraten tragen wir Verantwortung, das Erinnern an die Gräueltaten des Naziregimes am 9. November hochzuhalten", wird Pütsch in der Pressemitteilung zitiert.

Foto: Linkenheil

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