Negativpreis für Rapper Kollegah
Negativpreis für Rapper Kollegah
Köln/Rastatt (dpa/red) - Die Frauenzeitschrift "Emma" hat den umstrittenen Gangster-Rapper Kollegah (35) zum "Sexist Man Alive 2019" ausgerufen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadt Rastatt ein für den 9. November geplantes Konzert wegen Antisemitismusvorwürfen abgesagt.


Künftig werde man den "Emma"-Award für den größten Sexisten jedes Jahr verleihen, teilte die von Alice Schwarzer (76) geleitete Redaktion am Dienstag in Köln mit. Es sei gar nicht so einfach gewesen, den Würdigsten herauszufinden.

"Preis mehr als verdient"

"Da drängelten sich die Anwärter. Doch einer ragte klar aus der Menge heraus mit seinem enthemmten Sexismus, Antisemitismus und Islamismus: der Rapper Kollegah." Er habe sich den Negativpreis mehr als verdient. "Wir gratulieren, Kollegah!"

In Rastatt unerwünscht

Erst vor wenigen Tagen hatte der Rastatter Gemeinderat beschlossen, ein für den 9. November geplantes Konzert des Rappers in Rastatt platzen zu lassen und die Vermietung der Badner Halle gekündigt. Wie berichtet, sei ein Auftritt auch an einem anderen Tag nicht erwünscht.

Foto: Sebastian Linkenheil/Archiv

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