Experten bestätigen: Es war Wolf "GW852m"
Experten: Es war Wolf 'GW852m'
Forbach/Oppenau (red/lsw) - Vor rund eineinhalb Wochen sind in Forbach fünf Schafe und eine Ziege aus zwei Herden gerissen worden. Jetzt steht mit Sicherheit fest: Der Täter war ein Wolf. Das Umweltministerium berichtete am Mittwoch, dass die Grasfresser dem Raubtier zum Opfer fielen.

Die Schafe wurden von einem im Nordschwarzwald residenten Wolfsrüden gerissen. Dies hat die genetische Untersuchung der Abstriche der Bissverletzungen durch das Senckenberg-Institut ergeben. Auch bei der Ziege, die am 19. Oktober dort entdeckt worden war und wegen der Schwere ihrer Verletzungen getötet werden musste, hat das Institut genetische Spuren dieses Wolfs mit der offiziellen Bezeichnung GW852m nachgewiesen. Bei beiden Herden hatten Schutzmaßnahmen gefehlt.

Drei Schafe im Ortenaukreis gerissen - wieder der Wolf?

Im Ortenaukreis sind nun ebenfalls drei gerissene Schafe gefunden worden. Ob der im Nordschwarzwald ansässige Wolf, ein Fuchs oder ein Hund die Tiere in der Gemeinde Oppenau getötet hat, müsse nun genetisch untersucht werden, teilte das Umweltministerium am Mittwoch weiter mit.

Zwei Schafe waren schon tot, als sie am Dienstag entdeckt wurden. Das dritte war so schwer verletzt, dass es getötet werden musste. Die Herde war nach Angaben des Ministeriums nicht mit einem Zaun zur Wolfsabwehr geschützt. Im Nordschwarzwald wird seit knapp zwei Jahren immer wieder ein Wolf nachgewiesen, der schon einige Nutztiere gerissen hat.

Notfall-Zaunsets für Nutztierhalter

Nutztierhalterhalter können bei noch unzureichendem Herdenschutz über die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,2 m Höhe ausleihen.

Symbolbild: Christoph Schmidt/dpa/Archiv

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