Giga-Hertz-Preis für Éliane Radigue
Giga-Hertz-Preis für Éliane Radigue
Karlsruhe (lsw/red) - Der mit 10 000 Euro dotierte Giga-Hertz-Preis des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) und des SWR Experimentalstudios geht in diesem Jahr an die französische Komponistin Éliane Radigue. Die 87-Jährige werde am 23. November für ihr Lebenswerk als "Visionärin der elektronischen Musik" ausgezeichnet, teilte das ZKM mit.





Der Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik wird seit 2007 vergeben. Die konsequente und kontinuierliche kompositorische Leistung Radigues habe die Jury überzeugt, begründete der Leiter des ZKM Hertz-Labors und Jury-Mitglied, Ludger Brümmer, die Entscheidung. Schon früh habe sich Radigue in New York mit ihrer Arbeit an einem analogen Synthesizer emanzipiert. Als überzeugte Buddhistin entwickelte sie einen Musikstil, in dem lange Klangverläufe eine fast meditative Hörhaltung provozieren. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten ist das dreistündige Werk "Trilogie de la Mort".

Schon früh habe sich Radigue in New York City mit ihrer Arbeit an einem analogen Synthesizer emanzipiert. Später habe sie nur noch eine Tonmaschine als Speicher genutzt, heißt es weiter. Die Stücke der Künstlerin zeichneten sich zudem aufgrund ihrer langen Form und Entfaltungszeit aus. Ihr Fokus liege mehr auf ästhetischer Innovation als auf technischer Ausarbeitung.

Foto: Yves Arman/Fondation A.R.M.A.N.

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