Klinikum wehrt sich gegen Qualitätsbericht
Klinikum wehrt sich gegen Qualitätsbericht

Rastatt (red) - Neue Daten zur Behandlungsqualität in Krankenhäusern zeigen einem Artikels des Nachrichtenmagazins Spiegel zufolge, dass mehr als 60 Kliniken etwa bei Geburtshilfe, gynäkologischen Operationen oder Brustkrebseingriffen schlecht abgeschnitten haben. Darunter auch das Rastatter Klinikum.

Das Nachrichtenmagazin beruft sich dabei auf Daten des Qualitätsberichts 2019 des Berliner Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen. Bemängelt wurde demnach in Rastatt der Bereich Geburtshilfe. Klinikpressesprecherin Sybille Müller-Zuber räumt das auf BT-Anfrage ein, spricht aber von einem Einzelfall. Bei einem einzigen Fall von circa 550 jährlich im Krankenhaus Rastatt stattfindenden Geburten sei die sogenannte EE-Zeit (Zeitraum zwischen der Entscheidung zu einem Notkaiserschnitt und der Geburt des Kindes) als eines von mehreren Qualitätskriterien nicht eingehalten worden. Sie lag laut Müller-Zuber geringfügig über dem für gute Qualität vorgegeben Richtwert.

Müller-Zuber: Kommunikatives Missverständnis sei Ursache

Dieser Einzelfall sei direkt nach seinem Auftreten innerhalb der Klinik mit dem Behandlungsteam besprochen worden. Als Ursache stellte sich ein kommunikatives Missverständnis heraus, jedoch ohne negative Folgen für Mutter und Kind. Dennoch zeigt sich die Klinikleitung verschnupft: "Warum einer Krankenhausabteilung öffentlich unzureichende Qualität" bescheinigt wird, wenn in einem einzigen Fall pro Jahr ein einzelner Richtwert nicht eingehalten werden konnte (...) können wir nicht nachvollziehen", so Prof. Norbert Roeder, der Medizinische Geschäftsführer des Klinikums Mittelbaden.

Foto: Mauderer/Archiv

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