Anima Tierwelt steht vor dem Aus
Anima Tierwelt steht vor dem Aus
Baden-Baden (red) - Die Anima Tierwelt am Breitenbrunnen in Sasbachwalden steht vor dem Aus, wie es in einer Pressemitteilung der Anima Stiftung gGmbH heißt. Grund sei, dass das zur Verfügung stehende Startkapital in Höhe von 20 Millionen Euro nicht mehr - wie bisher kalkuliert - die Kosten für die erste Ausbaustufe deckt, deren Fertigstellung Grundlage für die Betriebsfähigkeit sei.

Mit der Anima Tierwelt planten die Geschäftsführerinnen Maria Wruck und Davina Schmitz in Sasbachwalden einen naturnahen Lebensraum für heimische Wild- und Nutztiere. Ziel sollte ein zeitgemäßer Tiergarten sein, in dem sich Mensch und Tier begegnen und der Besucher für Umwelt-, Natur- und Tierschutz sensibilisiert wird. Doch nun reicht das Geld nicht mehr aus.

Das Projekt habe einen "sehr hohen Planungs- und Genehmigungsaufwand" beinhaltet, heißt es in der Mitteilung weiter. Dies habe zu einem Kostenanstieg im Millionenbereich geführt. Eine Weiterführung der Arbeiten ohne zusätzliche finanzielle Absicherung sei für das Unternehmen "nicht verantwortbar".

Genehmigungen erteilt, Maßnahmen umgesetzt

Und dabei sah es gar nicht schlecht aus: Zwischenzeitlich ist das Genehmigungsverfahren komplett und erfolgreich abgeschlossen. Auch die Zoogenehmigung wurde erteilt. Erste Gehege und Gebäude wurden baurechtlich genehmigt. Infrastrukturelle Maßnahmen, wie das Anlegen eines Parkplatzes und die Verlegung von Wasser-, Energie- und Datenleitungen erfolgten bereits zudem.

Gespräche mit Sasbachwalden wegen alternativer Nutzung des Geländes

Doch eine Realisierung der Anima Tierwelt unter den derzeitigen Voraussetzungen hätte eine "deutliche Einschränkung der hohen Qualitätsansprüche an die Haltung der Tiere und den Bildungsaspekt" bedeutet, heißt es in der Mitteilung weiter. Das sei im Sinne der Glaubwürdigkeit des Gesamtprojektes und der Ansprüche der beiden Initiatorinnen "keine Option". Nun würden in enger Abstimmung mit der Gemeinde Sasbachwalden die Geschäftsführerinnen der Anima Tierwelt Gespräche führen, um das Gelände am Breitenbrunnen einer alternativen Nutzung zuzuführen, heißt es.

Foto: Roland Spether/Archiv (Das Bild wurde bei der Grundsteinlegung der Anima Tierwelt im Jahr 2018 aufgenommen).

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz